Coesfeld
Feierstimmung trotz Niederlage

Coesfeld. Das Publikum stand, und es ließ die Mannschaft gleich zwei Mal vor der Tribüne antreten: Feierstimmung trotz Niederlage. „Wir haben ja auch stark gespielt“, ließ Dirk Haverkämper die Enttäuschung schnell verfliegen. Der Oberliga-Aufstieg ist in weite Ferne gerückt durch die 28:32-Heimniederlage gegen LIT Tribe Germania, aber das gute Gefühl einer tollen Saison wollten sich die DJK/VBRS-Handballerinnen auf keinen Fall nehmen lassen – weder die Spielerinnen, noch die rund 200 Fans in der Halle.

Sonntag, 19.05.2019, 19:42 Uhr
Überzeugte in der zweiten Halbzeit mit drei schönen Toren: Lea Hemker (rechts). Foto: az

Allein für diese Atmosphäre hat es sich gelohnt, diese Aufstiegsrelegation zu erreichen. „Das Publikum war super“, zeigte sich der Trainer begeistert. „Alle sind voll mitgegangen.“ Nicht auszudenken, wenn die Coesfelderinnen das Ding auch noch gewonnen hätten . . . Dazu hätte aber gegen einen sehr starken Gegner alles zusammenpassen müssen. „Leider hatten wir in der zweiten Halbzeit eine Phase, in der wir unsere Chancen nicht genutzt haben“, dachte Haverkämper an die wohl entscheidende Zeit rund um die 50. Minute. „In solchen Spielen musst du aber über die kompletten 60 Minuten voll da sein.“

Schon in der ersten Halbzeit mussten die DJK-Damen oft einen Rückstand ausgleichen, denn nur beim 3:2 und 6:5 (14.) lagen sie selbst vorne. Vor allem die ehemalige Bundesligaspielerin Ann-Cathrin Karmann, die nicht nur alle ihre Siebenmeter restlos sicher verwandelte, sondern auch aus dem Feld traf, stellte die Gastgeberinnen regelmäßig vor Probleme. „Sie ist nie ganz auszuschalten“, zeigte der Trainer Verständnis. „Ich denke, wir haben es ganz gut gemacht.“ Zur Pause hieß es 13:15.

Bis auf vier Treffer zogen die Gäste aus Ostwestfalen beim 16:20 nach der Pause weg, aber die DJK/VBRS-Damen ließen sich nicht abschütteln. 20:21 stand es (43.), dann schafften Magda Hemker, Franziska Wilde und Lea-Sophie Schneider den 24:25-Anschlusstreffer – genau an diesem Punkt hätte es kippen können. „Leider haben wir genau dann vorne nicht konsequent abgeschlossen“, bedauerte Haverkämper. Mehrfach blieb die Chance zum Ausgleich liegen, und genau das nutzten die Gäste eiskalt aus, die plötzlich auf 25:30 wegzogen und mit dem 28:32-Auswärtssieg einen großen Schritt dahin machten, diese Relegation für sich zu entscheiden.

Kein Drama. Denn die Coesfelderinnen, die vor dem Spiel von ihrer Mannschaftsfahrt aus den Niederlanden zurückgekehrt waren, müssen sich keine Vorwürfe machen. „Das war Werbung für den Handball von zwei starken Mannschaften“, lächelte Dirk Haverkämper angesichts der begeisterten Zuschauer. Und wer weiß vor dem Rückspiel am Sonntag (26. 5.) um 15 Uhr in Hille: Wunder gibt es immer wieder . . . 7 DJK Coesfeld-VBRS – LIT Tribe Germania 28:32: Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor), Magda Hemker (8/4), Steffi Lappe (6/2), Franziska Wilde (4), Lea Hemker (3), Kerstin Böing (2), Lea-Sophie Schneider (2), Maike Dieker (1), Britta Reckers (1), Juliana Hüls (1), Christel Daldrup, Christin Wienecke, Elisa Backeshoff.

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