Coesfeld
Elfer in der Nachspielzeit

Coesfeld. Das Drama nahm in Minute 90.+6 seinen Lauf. Alles warf die SG 06 nach vorne, um noch diesen Ausgleich gegen den SV Gescher und damit den Einzug ins Finale zu schaffen – und dann gab es diese beiden kniffligen Szenen binnen weniger Sekunden: Erst ein Foul von Nico Ahlmer an Jan Kröger, das der Schiri aus seiner Sicht nicht ahndete, dann der Ball an der Hand von Marco Ostendarp, aus kurzer Entfernung getroffen. Nun gab es den Strafstoß für die Coesfelder, den Lucas Jacobs in tatsächlich letzter Sekunde verwandelte – mit diesem 2:2 haben die Gastgeber das Endspiel um den Getränke Seifer-Cup gegen Westfalia Osterwick gebucht.

Freitag, 19.07.2019, 08:25 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 08:30 Uhr
Ein Mann bahnt sich seinen Weg: Tim Püttmann (Mitte) schüttelt Nils Epping (links) und Stefan Ostendarp ab und nimmt das Tor ins Visier. Foto: Frank Wittenberg

Die Emotionen kochten hoch. „Das war niemals ein Handelfmeter“, schüttelte Frank Schulz den Kopf. Er sah seinen SV um den Lohn gebracht. „Dazu diese lange Nachspielzeit. Ärgerlich!“ Seinen Gescheranern, die sich lange Zeit sehr ordentlich präsentiert hatten, bleibt nun das Spiel um Platz drei gegen SW Holtwick.

Zoui Allali und Christoph Klaas waren derweil restlos zufrieden. „Dieses Unentschieden haben sich die Jungs verdient“, zollte Allali seinem Personal ein großes Lob. „Sie haben meistens den Rhythmus bestimmt, in der zweiten Halbzeit viel Ballbesitz gehabt und waren vor allem fleißig bis zur letzten Minute.“ In der Tat präsentierte sich der A-Ligist über weite Strecken griffig und zweikampfstark „Alle haben Bock“, lächelte Klaas. „Das macht Spaß.“

Dennoch setzte zunächst der SV Gescher das erste Ausrufezeichen. Nach einem weiten Schlag von Torwart Alexander Trogemann legte Leon Bürger quer auf Marius Upgang-Rotert, der zum 0:1 traf (32.). Ärgerlich für den Bezirksligisten war der Ausgleich Sekunden vor der Pause, als Tim Püttmann Jannis Pier bediente und der wiederum mit der Hacke für Püttmann auflegte.

Dieses 1:1 hätte der SG für den Finaleinzug gereicht, aber André Wellermann besorgte in der 82. Minute nach Vorarbeit von Eric Büger das 1:2. Jetzt waren die Coesfelder wieder gefordert – und schafften in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich durch diesen Elfmeter. „Den kann man wohl geben“, zeigte sich „Hand-Sünder“ Marco Ostendarp fair und bescherte dem SG-Trainerduo gute Laune. Christoph Klaas: „Finale beim eigenen Turnier – das erste Ziel ist erreicht.“ 7 SG Coesfeld 06 – SV Gescher 2:2; Tore: 0:1 Marius Upgang-Rotert (32.), 1:1 Tim Püttmann (45.), 1:2 André Wellermann (82.), 2:2 Lucas Jacobs (90.+6/FE).

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