Coesfeld
Aufgewacht und Druck gemacht

Coesfeld. Auch am Tag danach hatte er noch immer Spaß auf den Backen. Denis Koopmann freute sich über den ersten Dreier in seinem ersten Punktspiel als Chefcoach des A-Ligisten DJK Coesfeld-VBRS. „Halbzeit eins haben wir aber komplett verpennt“, monierte er den anfangs schlafmützigen Auftritt seiner Belegschaft, „da fehlten Aggressivität und Zugriff auf den Gegner.“

Montag, 12.08.2019, 09:51 Uhr
 Volles Haus im Sportzentrum West: Philip Luca Schink (2. von links) und seine Mitspieler konnten sich über mangelnde Rückendeckung beim Saisonstart nicht beklagen. Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Wenn die Hausherren die Kugel in der eigenen Hälfte erobert hatten, wurde sie sogleich hoch und weit nach vorn gebolzt in der Hoffnung, dass die beiden „Kleiderschränke“, Marius Borgert und Philip Luca Schink, mit diesen planlosen Befreiungsschlägen was anfangen konnten. „Wir hatten gar kein Mittelfeld“, erkannte Koopmann die Problematik, „die Zentrale war verwaist.“

Der Mitabsteiger Adler Buldern ließ den Ball besser und zielgerichteter durch die eigenen Reihen laufen. Tim Nieswandt (39. Minute) sorgte dann auch für die Gäste-Führung, die bis zur Pause halten sollte.

Nachdem erneut Nieswandt (62.) auf 2:0 erhöht hatte, drohte dem amtierenden Bezirksliga-Meister und Kreispokalsieger, der freiwillig in die A-Liga gewechselt ist, eine Fehlzündung beim Kickstart.

Malte Elkemann, der Dauerläufer auf der linken Außenbahn, weckte die müden Lebensgeister mit dem Anschlusstor (70.) wieder auf, holte wenig später den Strafstoß heraus, den Tobias Hüwe (75.) sicher zum 2:2 verwandelte, und traf auch noch zum 3:2 (80.). Auf den Zuschauerrängen blühte der Flachs. „Wetten, dass wir 5:2 gewinnen“, tönte Helmut „Bocki“ Borgert und erntete reihum ungläubige Mienen. Horst Goerke, einer seiner besten Kumpel, pflichtete ihm bei: „Wenigstens 4:2!“

Die beiden Kassierer waren sich einig. Wenn Marius Borgert seine Mega-Chance in der Nachspielzeit (90. + 2) verwertet hätte, als er mutterseelenallein im gegnerischen Sechzehner zum Schuss kam, wäre Goerkes gar nicht so kühne Prognose aufgegangen. Doch „Stulle“ Borgert war an diesem unterhaltsamen Abend nicht so torhungrig wie sonst. „Da hätte er den Deckel draufmachen müssen“, bemerkte Denis Koopmann, ohne lang und breit zu klagen, „Hauptsache gewonnen.“

Mit der Vorstellung, die seine Mannschaft im zweiten Durchgang, vornehmlich in der letzten halben Stunde, geboten hatte, war er rundum zufrieden. „In dieser Phase hatten wir deutlich mehr vom Spiel als der Gegner“, erklärte Koopmann, „die Jungs haben da gezeigt, was sie drauf haben. Wenn hinten die Kette steht und wir wenig Gegentreffer kriegen, dann können wir jedes Team schlagen. Denn vorne sind wir immer für ein Törchen gut.“ Drei waren es gleich zu Saisonbeginn. Das reichte für einen Heimsieg.

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