Coesfeld
Absturz aller Systeme

Coesfeld. Mit zunehmener Spieldauer richtete sich der Blick des Trainers immer häufiger auf seine Schuhspitzen. Sven Holz mochte kaum noch hinsehen, denn auf dem Feld entwickelte sich ein kapitaler Systemabsturz. Irreparabel an diesem Abend, das gab auch Rückraumschützen Janes Kloster zu: „Da hat überhaupt nichts funktioniert, in der Deckung und vorne.“ Das führte nach dem Stolperer am ersten Spieltag nun zu einer echten Bruchlandung – mit der 19:31-Heimniederlage gegen SW Havixbeck sind die DJK/VBRS-Handballer meilenweit von ihren eigenen Ansprüchen entfernt.

Montag, 23.09.2019, 08:08 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 08:10 Uhr
Spiel verloren und möglicherweise auch Nino Adler (Mitte): Der Rückraumspieler der DJK-VBRS ist böse umgeknickt und dürfte mit einer Bänderverletzung vorerst ausfallen. Foto: Frank Wittenberg

Der ganze Frust entlud sich nach 45 Minuten, als Nino Adler böse umgeknickt war. Sven Holz feuerte die Eiskiste mit Schmackes gegen die Wand: „Jetzt fällt Nino wahrscheinlich auch noch länger aus“, befürchtete der Trainer eine Bänderverletzung und den nächsten Nackenschlag. Das läuft richtig bescheiden, wofür er einen deutlicheren Ausdruck wählte.

Ärger und Enttäuschung waren verständlich, denn nach ordentlichen zehn Minuten zu Beginn und einer 6:4-Führung lief das Betriebssystem der Coesfelder plötzlich auf Störung. „Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen“, gab der Trainer zu. Als sie endlich die vielen Anspiele auf den Kreisläufer unterbunden hatten, schossen die Gäste aus dem Rückraum alles kurz und klein. Fünf Gegentore in Folge zum 6:9 brachten Havixbeck erstmals nach vorne – ein Rückstand, von dem sich die Eintrachtler nicht mehr erholten. „Als der Gegner sich eingegroovt hatte, haben wir keine Mittel mehr gefunden.“

Damit rollte die Partie nicht nur auf eine Heimniederlage zu, sondern auf eine echte Klatsche. 11:17 lautete der Rückstand zur Pause, und nach der Verletzung Nino Adlers holte sich die DJK-VBRS erneut fünf Gegentreffer in Folge zum 15:27 ab (50.). Bei diesem deutlichen Rückstand blieb es bis zur Schlusssirene, die beim 19:31 die Gastgeber endlich erlöste, die nie in der Lage waren, in dieser Partie noch einmal einen Neustart anzugehen. „19 Tore sind ein Armutszeugnis“, sprach Sven Holz Klartext, während die Havixbecker ausgelassen den Derbysieg feierten. 0:4 Punkte nach zwei Spielen stehen zu Buche für die Mannschaft, die gerne um den Aufstieg mitspielen möchte. Daran sei aktuell nicht zu denken: „Jetzt müssen wir unsere Ansprüche erstmal zurückschrauben.“ 7 DJK Coesfeld-VBRS – SW Havixbeck 19:31; Lasse Schroer und Niels Heuermann (im Tor), Janes Kloster (6/2), Fabian Rotermund (5), Julian Kloster (2), Nino Adler (2), Leon Koeppen (2/1), Marcel Uppenkamp (1), Florian Urra (1), David Bischoff, Felix Dartmann, Andreas Hüppe.

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