Coesfeld
Tiefpunkt 4.0

Coesfeld. Und wenn du denkst, es kann schlimmer nicht kommen . . . – das geht. Eine bittere Erfahrung, die Sven Holz und seine DJK/VBRS-Handballer am Samstagabend machen mussten. Sie kassierten die nächste Niederlage, wobei besonders die Art und Weise den Trainer sprachlos machte. „Ich kann das nicht erklären“, musste er mit einer Analyse passen, denn dieses 14:25 gegen die bis dato ebenfalls punktlose DJK Eintracht Hiltrup hat gesessen. Viertes Saisonspiel, vierte Niederlage – Tiefpunkt 4.0.

Montag, 07.10.2019, 08:34 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 08:40 Uhr
Lädiert in die Partie gegangen – und der Spielverlauf brachte auch keine Linderung: Jannick Kloster und die DJK/VBRS-Handballer haben erneut verloren. Foto: Frank Wittenberg

22 eigene Treffer in Everswinkel, 19 gegen SW Havixbeck, 16 in Sendenhorst, jetzt nur noch 14. Wohin diese Reise gehen soll, bleibt ungewiss. Fakt ist: So lassen sich in der Bezirksliga keine Spiele gewinnen. „Wir treffen einfach nicht“, zuckte Holz mit den Schultern. Dabei seien die Chancen durchaus da – nur geht der Ball viel zu selten ins Netz. Ein bisschen Pech kommt dazu, vor allem aber eine gehörige Portion Verunsicherung.

Dabei ging diese Partie sehr ordentlich los. Im Angriff brannten die Coesfelder zwar kein Feuerwerk ab, standen aber in der Deckung sehr gut und erarbeiteten sich so eine 3:0-Führung. Die Körpersprache passte, die Bank stand wie eine Eins hinter den sieben Jungs auf dem Feld. Mit dem ersten Treffer der Gäste nach neuneinhalb Minuten, dem schnell der zweite folgte, kehrte aber die Unsicherheit zurück. Zwar gelang Youngster Leon Koeppen noch das 6:4 (18.), dann aber war der Treffer zum 7:7 durch Steffen Böyer der letzte Ausgleich in dieser Partie. Zur Pause hieß es bereits 8:12.

Besser wurde das nach dem Seitenwechsel nicht, im Gegenteil: David Bischoff warf noch das Tor zum 9:12, dann aber zogen die Gäste auf 9:18 (39.) weg – das war bereits die Vorentscheidung. Zumal die DJK’ler viele Bälle leichtfertig wegwarfen oder dem Hiltruper Torwart den Körper voller blaue Flecke schossen. „Unfassbar, wie viele Fehlwürfe wir uns erlaubt haben“, schüttelte Sven Holz den Kopf.

Weil die Gäste in der letzten Viertelstunde nicht mehr so konsequent auftraten, hieß es am Ende „nur“ 14:25. Aber das schmerzte genug. „Zum Glück ist das nächste Spiel erst in drei Wochen“, verkündete der Trainer die wohl beste Nachricht des Tages. Ob es bis dahin gelingt, den Reset-Knopf zu drücken? „Das wird schwierig“, gab sich Holz keinen Illusionen hin. Was bleibt, ist die Hoffnung auf die schnelle Rückkehr der verletzten Leistungsträger: Till Schöttler nach der Herbstpause vielleicht, Nino Adler sicher noch nicht. 7 DJK Coesfeld-VBRS – DJK Eintracht Hiltrup 14:25; Niels Heuermann und Lasse Schroer (im Tor), Steffen Böyer (2), David Bischoff (2), Janes Kloster (2), Fabian Rotermund (2), Felix Dartmann (2), Leon Koeppen (2/1), Marcel Uppenkamp (1), Kevin Kallus (1), Andreas Hüppe, Jannick Kloster, Florian Urra.

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