Coesfeld
Der Ortsrivale sitzt im Nacken

Coesfeld. Die Ortsrivalen im Titelrennen – eine prickelnde Momentaufnahme, die sich für die Fußballfans interessanter nicht gestalten könnte. Allerdings glaubt Zoui Allali nicht, dass es bei diesem Zweikampf mit der DJK-VBRS bleibt. „Ich habe den SuS Legden ebenso auf der Rechnung“, betonte der Trainer der SG 06. „Die sind sehr gut, und wir werden sicherlich auch noch Federn lassen.“

Dienstag, 08.10.2019, 10:25 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 10:30 Uhr
Um jeden Meter musste die SG 06 in Holtwick für die drei Punkte kämpfen – Jan Kröger (links) beackert SW-Mittelfeldspieler Timon Vierhaus. Foto: Frank Wittenberg

Schon in Holtwick wäre es beinahe soweit gewesen. Eine Woche nach dem 3:3 gegen Fortuna Seppenrade drohte ein weiterer Punktverlust, weil die Gastgeber den 0:2-Rückstand in der 78. Minute ausgeglichen hatten. „In den vergangenen Jahren haben wir solche Spiele oft verloren“, verwies Christoph Klaas auf die neue Qualität der SG’ler. Sie wackelten zwar, fielen aber nicht, sondern schlugen noch einmal zurück – weil auf die eigene Treffsicherheit absolut Verlass ist: Nur ein einziges Mal in zehn Saisonspielen haben sie weniger als drei Treffer erzielt, beim 1:1 in Osterwick. Die lediglich nur einmal unterbrochene Serie hatte auch in Holtwick Bestand, als die von Timo Grabowsky getretene Ecke irgendwie – ob mit oder ohne Hilfe von Tobias Sendfeld – den Weg ins Tor fand. Das späte 3:2, das verhinderte, die Tabellenführung erstmals an den Ortsrivalen DJK-VBRS abtreten zu müssen.

Dabei ist es gewiss nicht so, dass schon alles perfekt läuft. Denn nach einer ganz starken ersten Halbzeit mit schönen Kombinationen und vielen Torchancen verloren die Coesfelder die absolute Kontrolle. „In der Zentrale waren wir zu offen, weil wir nur noch auf die langen Bälle des Gegners gewartet haben“, hatte Zoui Allali einen Knackpunkt ausgemacht. Hinzu kamen zahlreiche Einwürfe und Freistöße gegen seine Mannschaft, die auf dem kleinen Kunstrasen jederzeit für Gefahr sorgten. „25 bis 30 Minuten lang haben wir eine kleine Schwächephase durchlebt“, gab der Trainer zu. Aber ausgerechnet nach dem 2:2-Ausgleich kamen sie zurück: „Da haben wir uns das Glück erarbeitet.“ Auch eine besondere Qualität.

Die werden sie auch in den nächsten Wochen benötigen. Schon am Donnerstagabend geht es weiter, wenn die SG 06 im Pokal-Achtelfinale bei Fortuna Gronau, dem Tabellenachten der Kreisliga A 1, antreten muss. Am Sonntag (13. 10.) geht es in der Liga auf eigenem Platz gegen DJK Dülmen um die nächsten Punkte im Titelrennen. Darauf liegt zunächst der Fokus, denn auf die „Mutter aller Derbys“ zwischen der SG 06 und der DJK-VBRS müssen alle Beteiligten noch ein wenig warten: letzter Hinrundenspieltag am Sonntag (17. 11.) – vormerken!

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