Coesfeld
DJK/VBRS-Damen bleiben auf dem Gaspedal

Coesfeld (fw). Beide Mannschaften drückten das Gaspedal in dieser Anfangsphase bis zum Anschlag durch. Zwölf Tore waren beim 6:6-Zwischenstand bereits gefallen, dabei gerade einmal 5:26 Minuten gespielt – kein Wunder, dass auf der Tribüne schon vermutet wurde: „Das endet hier 50:50.“ Mit der Schlagzahl ging es erwartungsgemäß nicht weiter, aber die DJK/VBRS-Handballerinnen hielten das Tempo hoch, im Gegensatz zu den Gästen des TuS Bommern. „Wir konnten das über weite Strecken durchziehen, der Gegner nicht“, sah Dirk Haverkämper den einfachen Schlüssel zum deutlichen 37:29-Sieg.

Montag, 11.11.2019, 09:20 Uhr
Treffsicher: Sechs Tore warf Rückraumschützin Juliana Hüls gegen den TuS Bommern und wusste ebenso wie ihre Teamkolleginnen zu überzeugen. Foto: Frank Wittenberg

Das Geheimnis des Erfolgs saß auf der Bank. Oder vielmehr: Es kam von der Bank, denn ganz gleich, wen der Trainer aufs Feld schickte, es gab keinen Bruch im Spiel der Coesfelderinnen. „Heute hat sich gezeigt, dass wir in der Breite sehr gut besetzt sind“, freute sich Haverkämper über die vielen Wechseloptionen, die maßgeblich dazu beitrugen, den Tempohandball auch in vielen Phasen durchzuziehen.

Dabei gelang es Bommern in der ersten Viertelstunde durchaus, für ordentlich Schwung und viele Tore zu sorgen. Erst nach dem 9:8 setzte sich die DJK-VBRS erstmals auf vier Tore mit 12:8 ab und baute den Vorsprung mit einer weiteren Serie auf 17:10 aus (23.). Zur Pause stand es 19:14, und auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie vorerst eine einseitige Angelegenheit. Erst beim 26:19 wurde es kurzzeitig wackeliger. „Da war die Konzentration etwas weg“, stellte der Trainer fest. „Aber Bommern hat das nicht entscheidend nutzen können.“ Bis auf 26:22 verkürzten die Gäste, dann aber legten Britta Reckers und Maike Dieker zwei Treffer zum 28:22 nach (49.) und sorgten für die Vorentscheidung. Bis auf neun Tore bauten die Coesfelderinnen den Vorsprung beim 35:26 (56.) aus, am Ende stand ein deutlicher 37:29-Erfolg auf der Anzeigetafel, mit dem die DJK-Damen ihr Konto auf 7:3 Punkte ausbauen.

Gut gemacht! Natürlich seien 29 Gegentore keine kleine Zahl, räumte Dirk Haverkämper ein: „Aber wenn wir unsere Angriffe so schnell abschließen, bekommt auch der Gegner viele Chancen.“ Die Idee, die Fehler des TuS zu nutzen und schnell zu kontern, sei jedenfalls aufgegangen. „Wir haben ja sicherlich zehn bis zwölf Tore aus Tempogegenstößen erzielt“, sah sich der Trainer bestätigt. Dass sich die eigenen Treffer auf fast alle Spielerinnen verteilten, beweise zudem die angesprochene Breite im Kader: „So sind wir für den Gegner sehr schwer auszurechnen.“ 7 DJK Coesfeld-VBRS – TuS Bommern 37:29; Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor); Christel Daldrup (8), Lea Hemker (8), Juliana Hüls (6), Britta Reckers (4), Magda Hemker (4/1), Maike Dieker (3), Christin Thiery (2), Lu Ann Dirks (1), Melanie Moersig (1), Lea-Sophie Schneider, Diana Waning.

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