Coesfeld
Es prickelt vor der Premiere

Coesfeld. Mittags Handball mit den DJK/VBRS-Herren, am Abend Regionalliga-Volleyball mit der SG 06 – und dazwischen das Derby schlechthin: Coesfeld darf sich auf einen Super-Sportsonntag freuen. Im Mittelpunkt steht das Duell der Fußballer. SG 06 gegen DJK-VBRS, Erster gegen Zweiter der A-Liga, eine Premiere, mehr geht kaum.

Mittwoch, 13.11.2019, 11:11 Uhr aktualisiert: 14.11.2019, 14:32 Uhr
Auf ihn richten sie viele Blicke: Marius Borgert (links), hier im Laufduell mit dem Letteraner Marvin Schley, hat bislang 32 Saisontore auf dem Konto. Foto: Frank Wittenberg

Darum geht es: Punktgleich mit 38 Zählern führen die beiden Mannschaften die Tabelle an. Die SG 06 weist die um neun Treffer bessere Tordifferenz auf und thront damit an der Spitze – was aber am Saisonende bei gleicher Konstellation zu einem Entscheidungsspiel führen würde. Der Sieger am Sonntag darf sich mit dem inoffiziellen Titel des Herbstmeisters schmücken. Es kann aber noch ganz anders kommen: Endet die Partie der beiden Ortsrivalen mit einem Unentschieden, könnte der SuS Legden noch auf Platz eins springen – mit Siegen gegen GW Hausdülmen und eine Woche später im Nachholspiel gegen Turo Darfeld. „Wir haben Legden nie aus den Augen verloren“, versichert Christoph Klaas, der mit Zoui Allali für die SG verantwortlich ist. „Ich gehe bis zum Saisonende von einem Dreikampf aus.“

Die Formkurve: Die SG 06 hat sich nach der Niederlage gegen GW Hausdülmen (4:5) und dem Sieg gegen Adler Buldern (5:3) rechtzeitig vor dem Derby stabilisiert. „Wichtig war, dass in Darup mal wieder die Null stand“, blickt Klaas auf den 3:0-Erfolg bei Borussia Darup am Sonntag. „Erst waren wir noch etwas hektisch, dann haben wir geduldiger gespielt – und das bei schwierigen Platzverhältnissen.“ Die DJK-VBRS wiederum musste überraschend zwei Punkte gegen Vorwärts Lette liegenlassen. „Und das völlig verdient“, gibt Denis Koopmann zu. „Da muss mehr kommen, aber die Jungs haben sich offenbar zu sicher gefühlt.“ Nach den Last-Minute-Siegen in Seppenrade (3:2) und bei DJK Dülmen (2:0) gelang diesmal nicht der Lucky Punch.

Die Tabellenführung: Zwei Wochen thronte die DJK-VBRS an der Spitze, nun mussten die Eintrachtler den Platz nach der Nullnummer gegen Vorwärts Lette wieder an die SG 06 abtreten. „Das macht keinen großen Unterschied“, gibt sich Denis Koopmann gelassen. „Die Punktzahl zeigt, dass wir auf Augenhöhe sind.“ Sein SG-Trainerkollege Christoph Klaas schätzt die Situation ähnlich ein, findet es aber „ganz cool, dass wir als Erster in dieses Heimspiel gehen.“

Das Duell der Torjäger: Lucas Jacobs, Torschützenkönig der vergangenen Saison, kommt immer besser in Schwung. Mit einem Doppelpack in Darup erhöhte er sein Konto auf 17. Damit liegt er aber immer noch deutlich hinter Marius Borgert, der gegen Lette zwar leer ausging, aber schon 32 Buden erzielt hat.

Dann wird gespielt: Zu etwas ungewöhnlicher Zeit am Sonntag (17. 11.) um 15.30 Uhr wird das Derby im VR-Bank Sportpark Nord angepfiffen. Nachdem eine zunächst angedachte Verlegung auf den Samstag nicht möglich war, wird nun eine Stunde später als im November üblich gekickt. „Wegen des Volkstrauertages darf erst ab 13 Uhr gespielt werden“, erklärt Christoph Klaas. Damit nach der Partie der beiden zweiten Mannschaften gegeneinander noch genügend Zeit zum Aufwärmen bleibt, steigt das Topspiel erst um 15.30 Uhr.

Die Derby-Bilanz: Existiert noch gar nicht, denn noch nie zuvor hat es ein Spiel zwischen den ersten Mannschaften der SG 06 und der DJK-VBRS um Meisterschaftspunkte gegeben. Exakt im Sommer 2006, als die SG an den Start ging, ist die DJK-VBRS in die Bezirksliga aufgestiegen. Erst jetzt kreuzen sich die Wege in der A-Liga. Die letzten Derbys fanden im Frühjahr 2006 statt: Am 2. April besiegte die DJK daheim Raspo Coesfeld mit 7:1 durch Tore von Tobias Paulzen (3 Elfmeter), Arne Häusler (2), Torben Lust und einem Eigentor von Jens Burlage. Den Ehrentreffer schoss Sascha Nienhaus. Nur eine Woche später bekam ESV Coesfeld eine 6:0-Packung von den Eintrachtlern verabreicht – mit den Torschützen Marco Wermelt (4), Asmir Sekic und Andy Günther.

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