Fußball: Gastgeber DJK-VBRS verpasst trotz Steigerung den Einzug ins Halbfinale
Weit weg von der Titelverteidigung

Coesfeld. Als die besten Vier die Podestplätze und Prämien unter sich ausmachten, blieb dem Gastgeber nur der Platz auf der Tribüne. Nur dabei statt mittendrin – nix war es mit der Titelverteidigung für die DJK Coesfeld-VBRS. „Selbst schuld“, zuckte Denis Koopmann mit den Schultern und wählte klare Worte: „Wir haben schlecht gespielt und zu wenig Engagement gezeigt.“

Montag, 06.01.2020, 10:55 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 11:00 Uhr
Der Rückkehrer wirbelte auf dem Parkett: Essad Terziqi (rechts) schnürt wieder für die DJK-VBRS die Schuhe und markierte einige Treffer, ohne das Viertelfinal-Aus verhindern zu können. Foto: az

Dabei hatten die Eintrachtler ausgerechnet bei der Niederlage im Viertelfinale ihre beste Turnierleistung hingelegt. „Das hätten wir gewinnen können“, dachte der Trainer an eine Großchance kurz vor Schluss, die das 4:3 für die Coesfelder bedeutet hätte. So stand es nach den zehn Minuten in einer spannenden Partie gegen die TSG Dülmen durch die Treffer von Essad Terziqi (2) und Ron Barenbrügge 3:3 – das Neunmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Während Kevin Engbers, Patrick Besler und Mazlum Genc sicher für den Bezirksligisten verwandelten, trafen für die DJK-VBRS nur Ron Barenbrügge und Cedric Pollmeier. Timo Ebbing scheiterte an TSG-Keeper Michael Johrden. Das war das Aus gegen den späteren Turniersieger.

In die Bredouille, schon im Viertelfinale gegen den Favoriten antreten zu müssen, hatte sich die DJK-VBRS mit einer höchst durchwachsenen Vorrunde gebracht, nach der sie sich nur haarscharf vor dem BVH Dorsten als Gruppenvierter gerettet hatte. „Wir haben den nötigen Spaß vermissen lassen“, erklärte Denis Koopmann, der freiwillig beziehungsweise gezwungenermaßen in der Halle auf einige Leistungsträger verzichtet hatte. Tobias Hüwe zum Beispiel war beruflich verhindert, dazu bremste der Trainer die Ambitionen von Marius Borgert, Jonas Berding und Hendrik Schüer aus: „Die angeschlagenen Spieler sollen tatsächlich pausieren.“

Dabei war der Auftakt ordentlich verlaufen: Gegen BVH Dorsten setzten sich die Gastgeber mit 3:0 durch, im zweiten Spiel gegen DJK Rödder führten sie bereits mit 3:1 – um dann doch nur ein 4:4 zu erreichen. „Da war schon zu sehen, was passiert, wenn wir uns nicht genug bewegen.“ Das 0:3 gegen SuS Hochmoor und das 1:3 gegen SW Holtwick bescherten eine Zitterpartie um den Einzug ins Viertelfinale, in dem dann trotz der Steigerung Endstation war.

Einen weiteren Hallenauftritt gibt es noch am kommenden Sonntag (12. 1.) beim PolPublik-Cup der TSG Dülmen. Mit welcher Besetzung Denis Koopmann dann auflaufen wird, ist noch völlig offen: „Es sollen nur die Jungs spielen, die wirklich Lust haben.“

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