Handball: DJK/VBRS-Damen hoffen auf Erfolgserlebnis beim TuS Bommern
Deckung darf nicht mehr zerbröseln

Coesfeld. 34 Gegentore in Riemke, 31 in Bösperde, 30 gegen Kinderhaus und zuletzt 39 gegen Brambauer – wo der Schuh drückt, lässt sich an den reinen Zahlen ablesen. „Natürlich bekommen wir viele Angriffe gegen uns, weil wir unsere eigenen Aktionen vorne oft schnell abschließen“, weiß Dirk Haverkämper um die Zusammenhänge. „Aber das sind einfach zu viele Gegentreffer.“ Da müssen sich die DJK/VBRS-Damen schnell stabilisieren – am besten schon heute Abend, denn im Auswärtsspiel beim TuS Bommern soll wieder ein positives Erlebnis her.

Samstag, 07.03.2020, 11:15 Uhr aktualisiert: 07.03.2020, 11:30 Uhr
Nach zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen wollen sich die DJK/VBRS-Handballerinnen um Kreisläuferin Diana Waning heute mit einem Sieg in Bommern wieder ein gutes Gefühl holen. Foto: Frank Wittenberg

457 mal hat es in den 16 Saisonspielen bei den Coesfelderinnen eingeschlagen, 28,5 Gegentore im Schnitt, zu viel und zugleich der zweitschlechteste Wert der Liga nach dem heutigen Gegner aus Bommern (29), der eine Partie weniger ausgetragen hat. Das macht den Trainer nicht nervös, weil seine DJK-VBRS mit 469 Treffern auch über den besten Angriff der Verbandsliga verfügt. „Trotzdem sollten wir sehen, dass wir in der Deckung wieder stabiler stehen“, fordert er. Das könne nur im Kollektiv funktionieren – jeder müsse seinen Teil dazu beitragen.

In Bommern wollen sie zurück auf Kurs. Das Hinspiel in eigener Halle haben die DJK-Damen deutlich mit 37:29 für sich entschieden. Auch auswärts beim TuS, der zuletzt 17:33 bei Westfalia Kinderhaus verloren hat, sollen zwei Punkte her. „Das ist sicher keine Mannschaft, die einen schlechten Handball spielt“, warnt der Trainer. „Aber wir sollten das gewinnen können, wenn wir unsere Leistung über 60 Minuten abrufen.“

Nach zuletzt 2:6 Punkten finden sich die Coesfelderinnen „nur noch“ auf Rang drei wieder, aber auch das sieht Haverkämper sicher nicht als Anlass zur Sorge. Denn der gute Lauf, der ihnen zwischenzeitlich sogar die Tabellenführung beschert hatte, sei immer eine Momentaufnahme gewesen: „Wir befinden uns in der Entwicklung.“ Und in der haben sie aktuell mit personellen Problemen zu kämpfen. So werden Jule Bömer, die in Afrika weilt, und Melanie Moersig, die ein Praktikum in Berlin absolviert, heute definitiv ausfallen. Zudem ist Britta Reckers angeschlagen. „Wir haben aktuell einen kleinen Kader“, erklärt der Trainer. „Wir werden jetzt nach und nach Spielerinnen aus dem Jugendbereich heranführen müssen.“ Angesichts der längerfristigen Ausfälle von Leistungsträgerinnen wie Steffi Lappe und Christel Daldrup liege jetzt mehr Verantwortung auf anderen Schultern: „Aber die Spielerinnen sollten das nicht als Last, sondern als Chance sehen.“ 7 Anwurf: heute, 17.30 Uhr, Sportzentrum Bommern, Bommerfelder Ring 113 in Witten.

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