Kreisliga A: Turo Darfeld mit gnadenloser Effizienz beim 3:0-Sieg
Vortrefflich treffsicher

Coesfeld / Darfeld. Der Spitzenreiter kam ins Straucheln, wankte wie ein schwerfälliger Boxer und fiel auf die Nase. „Dass wir verloren haben, ist nicht unverdient“, sagte Denis Koopmann, Coach von DJK Coesfeld-VBRS, nach der klaren 0:3-Niederlage gegen Turo Darfeld, „es ist kein Beinbruch, denn wir führen immer noch die A-Liga an.“

Montag, 09.03.2020, 06:08 Uhr
Fußball-Ballett im Sportzentrum West (von links): Tobias Hüwe, Simon Gövert und Niklas Weßeling beim Spiel „Wie halte ich den Ball hoch“., Foto: az

Aber bei einem Sieg wären sie dem Verfolger und Ortsrivalen SG Coesfeld 06 auf fünf Punkte davon gezogen. Nun ist ihr Vorsprung auf nur noch zwei Zähler geschrumpft. Dumm gelaufen.

Markus Lindner, der den Mund vor der Partie recht voll genommen und einen Erfolg seiner Mannschaft prophezeit hatte, strahlte. Lindner, witzelte ein Zuschauer nach dem Schlusspfiff, ist der Sonnenschein im Dauerregen. „Ich bin echt stolz auf meine Jungs“, lobte „Lindi“ das Personal und hob zwei Akteure besonders hervor: „Meine Innenverteidiger haben ein Riesenspiel gemacht gegen die starke Coesfelder Offensive.“

Die Gebrüder Gövert, „Jojo“, der Ältere, und Felix, der Jüngere, hielten Marius Borgert, den Top-Torjäger dieser Klasse mit 36 Einschlägen, im Zaum. Tatkräftig unterstützt von ihren Nebenleuten, standen sie ihm stets dicht auf den Socken, gewährten dem „Langen“ keinen Freiraum und zogen ihm ganz rabiat den Nerv.

Die Abwehr hielt die Null. Und der Angriff war vortrefflich treffsicher. Florian Feitscher (18. Minute) versenkte einen Freistoß von Kevin Botella Ferreira zur 1:0-Führung im Gehäuse von Johannes Kasnatscheew.

Die Coesfelder schauten betreten aus ihren Trikots, bemühten sich in der Folge um den Ausgleich, doch versandeten ihre Versuche im Sechzehner der Gäste, wo Torwächter „Janni“ Wilmer kaum eingreifen musste, weil seine Kollegen gnadenlos aufräumten.

Auch in der zweiten Hälfte war Darfeld gefährlicher als Coesfeld. Nach Rechtsflanke von Linus Sonneborn warf sich Jens Paas in die Schussbahn, bekam den Ball unglücklich an die Hand, so dass Referee Leonard Render sofort auf den Elfmeterpunkt deutete. Julius Fliß (69.) verwandelte sicher zum 2:0-Zwischenstand.

Die Platzherren drückten mehr und mehr. Cedric Pollmeyer (68.), kurz zuvor für Philip Luca Schink eingewechselt, fehlte das letzte Quäntchen Glück, Marius Borgert genauso. Ron Barenbrügges Flanke (69.) landete auf dem Querbalken. Eine Ecke von Julius Fliß köpfte Florian Feitscher (76.) auf der anderen Seite aus Tor. Mit tollem Reflex bekam Johannes Kasnatscheew seine Finger an die Kugel und drehte sie um den Pfosten.

Aber wenig später war auch er geschlagen: Florian Feitscher (81.) stand goldrichtig und erhöhte auf 3:0. „Janni“ Wilmer klopfte sich vor Begeisterung auf die Schenkel: „Das hat ‘Feitschi’ überragend gemacht!“ Es war die Entscheidung an diesem ungemütlichen Tage.

Die Coesfelder schlichen wie begossene Pudel vom Kunstrasen, während die jubelnden Darfelderdie Glückwünsche ihrer Fans mit einem breiten Grinsen entgegennahmen. Markus Lindner, der Prophet aus dem Turo-Land, sprach abschließend das Wort zum Sonntag: „Ich bleib dabei: Coesfeld wird Meister.“ Ob DJK-VBRS oder SG 06, ließ er offen . . . 7 DJK Coesfeld-VBRS - Turo Darfeld 0:3; Tore: 0:1 Florian Feitscher (18.), 0:2 Julius Fliß (69., HE), 0:3 Florian Feitscher (81.)

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