Handball: DJK/VBRS-Damen und Dirk Haverkämper hängen in der Warteschleife
Abbruch erscheint realistisch

Coesfeld. Noch steht der 19. April. Bis dahin ist der Spielbetrieb der Handballer ausgesetzt – ob es danach aber tatsächlich weitergeht, steht in den Sternen. „Gerade befinden wir uns im Kontaktverbot – und da lässt es sich nur schwer darüber nachdenken, in drei Wochen wieder Handball zu spielen“, gibt Dirk Haverkämper zu. Der Trainer der DJK/VBRS-Damen rechnet eher mit einem vorzeitigen Abbruch der Saison und mit einer Nullrunde ohne Wertung, so bitter das für manche Mannschaften auch sein mag.

Montag, 06.04.2020, 12:14 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 12:20 Uhr
Ein Bild mit Symbolcharakter: Der gesamte Sportbetrieb liegt zurzeit am Boden – Dirk Haverkämper (rechts) und die Handballer können nur abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Foto: Frank Wittenberg

Am 7. März standen die Coesfelderinnen zum letzten Mal in Bommern auf dem Verbandsliga-Parkett. Das ist mittlerweile vier Wochen her, und ein paar Tage später ist auch der Trainingsbetrieb eingestellt worden. „Die Spielerinnen absolvieren ihr eigenes Programm“, erklärt Haverkämper. Individuell arbeiten – nicht schön, aber auch nicht gänzlich unbekannt für sein Personal: „In der Saisonvorbereitung haben sie auch ihr eigenes Lauf- und Kraftpensum.“ Und in diesem Zeiten sei es eben wichtig, das auch tatsächlich alleine zu machen.

Im Jugendbereich ist die Handballsaison 2019/20 bereits vorzeitig beendet. Bei den Senioren ist die Spielzeit zunächst unterbrochen – bis Ostern will der Handballverband Westfalen entscheiden, wie es nach dem 19. April weitergeht. Am Sonntag (26. 4.) würde für die DJK-Damen laut Plan ein Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund III stattfinden, eine Woche später stünde in eigener Halle der offizielle Saisonabschluss gegen Teutonia Bochum-Riemke an. Nicht zu halten, davon ist Dirk Haverkämper überzeugt. „Wenn es tatsächlich weitergehen würde, müssten wir mindestens zwei Wochen Vorlauf haben“, betont er. „Die Mannschaft müsste ein paar Mal zusammen trainieren.“

Zudem bleibe die Frage, was mit den drei ausgefallenen Spielen gegen HSC Haltern-Sythen, HSG Schwerte/Westhofen und Lüner SV passiere. Die Saison beliebig nach hinten zu verlängern, sei nicht einfach, auch im Hinblick auf die festgelegten Hallenzeiten. „Nachholspiele unter der Woche sind nicht zuletzt wegen der vielen Studentinnen in unserer Mannschaft kaum machbar“, stellt der Trainer fest.

Was bleibt? Vieles deute nun auf einen Abbruch der Saison hin – und der müsse wohl eine Streichung der Wertung nach sich ziehen, so bitter das für manche Mannschaften sei, die vom Meistertitel träumen. „Wir können nur spekulieren, aber das ist auch eine besondere Situation“, sagt Haverkämper. Vielleicht gebe es ja die Möglichkeit, die jeweils ersten beiden Teams der Ligen aufsteigen zu lassen, aber auch das ist nur ein Stochern im Nebel. „Entscheidend wird sein, dass es eine einheitliche Regelung für den gesamten Handballverband gibt“, wünscht sich Dirk Haverkämper. Denn wenn noch im Sommer und danach Klagen anhängig seien, helfe das auch keinem Sportler weiter.

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