Leichtathletik: LG-Nachwuchs steigt nach Corona-Pause ins Training ein
Strahlende Gesichter trotz dunkler Wolken

Coesfeld (fw). Das Wetter dürfte sich zu diesem feierlichen Anlass gerne von einer besseren Seite zeigen. Von dunklen Wolken und einigen Regenschauern lassen sich die jungen Sportler aber nicht abschrecken – zu groß ist die Freude darüber, endlich wieder auf der Tartanbahn zu stehen. „Langweilig war es“, zuckt Mette mit den Schultern. Hausaufgaben durften sie im „Homeoffice“ machen, aber kein Leichtathletik-Training. Das ändert sich nun aber: „Zumindest einmal in der Woche werden wir uns jetzt wieder hier treffen“, erzählt Ruth Hilgert, Trainerin bei der U 10 der LG Coesfeld. Und auch die Kleineren werden ab dieser Woche wieder loslegen.

Montag, 08.06.2020, 14:20 Uhr
Aus dem „Homeoffice“ endlich wieder ins Stadion: Matilda (vorne) und die Mädchen und Jungen der U 10 in der LG Coesfeld genießen das erste Training nach der langen Zwangspause. Foto: Frank Wittenberg

Training unter Einhaltung der Corona-Vorgaben, das erfordert eine Menge Organisation. Fünf Trainer stehen an diesem Nachmittag im Stadion Nord zur Verfügung. „Passt genau“, lächelt Ruth Hilgert. „Immer ein Verantwortlicher für fünf Kinder.“ Genau 25 Mädchen und Jungen der Alterklasse U 10 hatten sich im Vorfeld angemeldet – ohne geht es nicht, um die Abläufe genau planen zu können. „Wenn sich mehr Kinder gemeldet hätten, wäre das auch kein Problem gewesen“, verweist Ruth Hilgert auf die hervorragende Unterstützung durch jugendliche Gruppenhelfer. „Ich hätte auch noch mehr Trainer bekommen können.“

Mitte März hatten sie sich zum letzten Mal gemeinsam gesehen. „Genau am 13.“, erinnert sich die Trainerin noch gut. „Der Tag, an dem Ministerpräsident Laschet die Corona-Maßnahmen verkündet hat.“ Nach der Einheit in der Halle hat sie „ihre“ Kinder verabschiedet – und jetzt, fast drei Monate später, dürfen sie wieder gemeinsam loslegen.

Gemeinsam, das schließt natürlich alle Hygiene- und Abstandsregeln ein. Mehrere Stationen sind im Stadion aufgebaut, zu denen die Gruppen sich im Wechsel begeben. „Da müssen wir kreativ sein“, sagt Ruth Hilgert. „Aber wir sind ja froh, dass wir überhaupt wieder etwas anbieten können.“ Eine Einschätzung, die Matilda nur voll und ganz bestätigen kann. „Völlig egal“, versichert die Siebenjährige auf die Frage, auf welche Übung sie sich am meisten gefreut hat. „Ich mache alles gerne.“

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