Leichtathletik: LG-Starter überzeugen bei der Rückkehr in den Wettkampf-Modus
Neustart mit einigen Bestmarken

Coesfeld. Ganz an die Seite zu schieben war die Anspannung nicht. Kein Wunder, denn Erfahrungen hatten sich in den vergangenen Monaten ja nicht sammeln lassen. „Nach der Pause gleich ein so großer und stark besetzter Wettkampf, das war schon außergewöhnlich“, stellt Fabian Lechtenberg fest. Aber über allem stand die Rückkehr der LG-Leichtathleten in den Wettkampf-Modus – im ehrwürdigen Stadion Rote Erde in Dortmund ging es für die weibliche und männliche Jugend der Altersklassen U 16 und U 18 zur Sache. „Und das lief schon überraschend gut“, sah der Trainer die prima Vorbereitung in den vergangenen Wochen eindrucksvoll bestätigt.

Dienstag, 14.07.2020, 13:48 Uhr aktualisiert: 14.07.2020, 13:50 Uhr
Lieferten im Stadion Rote Erde in Dortmund einen starken Auftritt ab: (vorne von links) Johanna Bix und Johanna Rier sowie (hinten von links) Nicholas Schuhmacher, Robin Simsch und Justus Rengshausen. Foto: az

Von einem gewöhnlichen Sportfest aus den Zeiten vor Corona war die Veranstaltung noch ein gutes Stück entfernt. Viel Organisation, viele Regeln – „aber das hat insgesamt alles sehr gut funktioniert“, bilanziert Lechtenberg. Die rund 750 Teilnehmer wurden vom Morgen bis in den späten Abend hinein über den Tag verteilt. Und dabei tummelten sich durchaus Hochkaräter aus ganz Deutschland in der Roten Erde, denn viele Wettkämpfe finden aktuell noch nicht statt. „Es gab klare Vorgaben, wo sich Athleten und Trainer bewegen dürfen“, berichtet Fabian Lechtenberg. Startnummern wurden nur gegen Vorlage eines ausgefüllten Fragebogens ausgegeben, zudem waren maximal 100 Zuschauer erlaubt. Alles hinnehmbar, versichert der Trainer: „Für die Leichtathleten ist es ein Segen, dass ein solches Angebot wieder möglich ist.“

Und die fünf LG’ler, die er an diesem Tag unter seinen Fittichen hatte, bewiesen, dass sie die Trainingszeit nach den ersten Corona-Lockerungen sehr gut genutzt haben. Mehrere Bestleistungen durfte Lechtenberg notieren – so trumpfte zum Beispiel Johanna Bix (weibliche Jugend U 16) im Weitsprung groß auf: Angereist war sie mit einer Weite von 4,57 Metern, und nun steigerte sie ihre Bestmarke um einen satten halben Meter auf 5,07. „Klasse Leistung“, lobte Fabian Lechtenberg seinen Schützling. „Das hatte sich schon im Training angedeutet.“ Mit der tollen Weite belegte sie Platz zwei in ihrer Altersklasse. Das identische Kunststück gelang Johanna Bix trotz aller Nervosität auch im 100-Meter-Lauf: erneut ein zweiter Platz, mit 13,31 Sekunden sogar eine weitere persönliche Bestmarke.

Zu einem Nervenspiel geriet für Johanna Rier der Weitsprung: Der Wettbewerb fing erst mit 30 Minuten Verzögerung an, da die Windmessanlage fehlte. „Daher war es schwierig für die Athleten, die Spannung zu halten“, erklärt der Trainer. Johanna Rier machte dennoch das Beste daraus: 5,62 Meter bedeuteten den ersten Platz und lagen nur fünf Zentimeter unter ihrer Bestleistung. „Die Versuche zeigen, dass viel Potential nach oben besteht, sodass größere Weiten auch bald möglich sind“, zeigt sich Lechtenberg optimistisch. Technisch habe sich sein Schützling sehr verbessert gezeigt: „Den Anlauf haben wir erst vergangene Woche im Training umgestellt, und das hat sie schon super umgesetzt im Wettkampf.“ Überhaupt sei der Auftritt nach längerer Verletzungspause sehr stark gewesen, was Johanna Rier auch über die 100 Meter bewies: Hier blieb sie mit 12,66 Sekunden nur zwei Hundertstel über ihrer persönlichen Bestleistung.

Für die LG-Vertreter der männlichen Jugend U 18 ging es zunächst in den 100-Meter-Sprint, den Nicholas Schuhmacher in starken 11,66 Sekunden absolvierte. Robin Simsch legte mit 12,20 Sekunden nach Einschätzung des Trainers ein solides Rennen hin. Er blieb auch über die 200 Meter mit 24,62 im Rahmen seiner Möglichkeiten. Nicholas Schuhmacher sorgte derweil über diese Distanz für einen Paukenschlag: Er verbesserte seine persönliche Bestleistung von 24,16 auf 23,78 Sekunden.

Für Justus Rengshausen stand bei seinen 28,35 Metern im Diskuswerfen im Vordergrund, die Technik zu verfeinern. „Da hat er sich verbessert“, lobte Fabian Lechtenberg den LG-Athleten, der auch im Kugelstoßen mit 10,79 Metern eine gute Leistung hinlegte.

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