Handball: DJK gewinnt 20:15 gegen Westfalia Kinderhaus II
Harte Maloche für zwei Punkte

Coesfeld. Auf der Habenseite standen zwei Punkte, aber auch ein Posten auf der Verlustrechnung: „Meine Stimme“, krächzte Sven Holz, der während der 60 Minuten mehr dirigieren musste als erwartet. Denn es war ein Erfolg, dem der gerne verwendete Begriff „Arbeitssieg“ nicht gerecht wird – es war die reine Maloche. „Der Gegner war wirklich hartnäckig“, staunte der Trainer der DJK-Handballer über den Aufsteiger Westfalia Kinderhaus II, der niemals aufgab und kämpfte, was das Zeug hielt. Am Ende feierten die Coesfelder aber mit dem 20:15 den ersehnten Auftaktsieg der neuen Bezirksliga-Saison.

Montag, 05.10.2020, 10:55 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 11:00 Uhr
Immer dahin, wo es weh tut: Jannik Kloster musste gegen die Deckung der Gäste aus Kinderhaus ordentlich einstecken, warf aber auch vier Tore. Foto: Frank Wittenberg

Ein einziges Mal nur lagen die Gäste in Führung, als sie in der 9. Minute das 3:2 erzielten. Folglich darf durchaus von einem verdienten DJK-Sieg gesprochen werden, „eigentlich auch souverän“, stellte der Trainer fest. Aber es fühlte sich extrem mühselig an, weil sich die Angriffe auf beiden Seiten oft in die Länge zogen wie ein Kaugummi. Das war der konsequenten, bisweilen höchst körperlichen Abwehrarbeit der beiden Mannschaften geschuldet, aber vor allem auf Coesfelder Seite fehlte auch das Gespür für den richtigen Zeitpunkt. „Der Druck war grundsätzlich gut“, bilanzierte Holz. „Aber teilweise waren wir zu geduldig.“ Das ließ das Angriffsspiel bisweilen sehr zäh erscheinen.

Dass gerade in der Anfangsphase beide Teams viele Fehler produzierten – geschenkt nach der langen Corona-Meisterschaftspause. Nach besagtem 2:3-Rückstand ließen die DJK’ler aber stolze 16 Minuten keinen Gegentreffer zu und hätten deutlich höher führen müssen als beim 6:3 in der 24. Minute. „Kinderhaus hat sich einfach nicht abschütteln lassen“, bekam der Trainer schon hier einen Vorgeschmack darauf, was sich bis in die Endphase der Partie ziehen sollte. „Sie waren immer wieder da“ – manchmal auch bedingt durch die Ungenauigkeiten im Coesfelder Spiel. Zur Pause stand ein 9:6 auf der Tafel.

Am Charakter der Partie änderte sich auch nach der Pause nichts. Nachdem Jannik Kloster mehrfach und schmerzhaft vergeblich versucht hatte, durch die Westfalia-Deckung zu kommen, wählte er eine andere Variante: Er schloss einfach ab, bevor die Gegner Kontakt aufnehmen konnten – das 10:7 (36.). Auf 13:8 setzten sich die Gastgeber ab, dann stand es wieder 13:10. Auch beim 15:12 (50.) schnupperte Kinderhaus noch an einem Punktgewinn. „Die haben uns echt gefordert“, staunte Sven Holz. „Das ist ein starker Aufsteiger.“

Am Ende behielt der Favorit aber den Kopf oben. Jannik Kloster setzte den Schlusspunkt zum 20:15-Sieg – keine Galavorstellung, aber die ersten beiden Punkte auf dem Weg zum vorläufigen Ziel Aufstiegsrunde. Deshalb wollte sich der Trainer auch nicht zu lange mit dem Eindruck aufhalten, es sei eine zähe Veranstaltung gewesen. „Es waren einige schöne Dinge dabei“, lächelte Holz. „Und wir haben gewonnen!“ 7 DJK Coesfeld – Westfalia Kinderhaus II 20:15; Niels Heuermann (Tor), Nino Adler (8/3), Jannik Kloster (4), Janes Kloster (3), David Bischoff (2), Steffen Böyer (2), Felix Dartmann (1), Marcel Uppenkamp, Marvin Laschke, Andreas Korte, Vincent Lukas.

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