Volleyball: Spielbetrieb in der Regionalliga soll fortgesetzt werden
SG-Titeljagd geht vorerst weiter

Coesfeld. Volleyball auf Abstand, das haben sie am vergangenen Samstag schon demonstriert: die SG-Akteure auf dem Feld in Halle 1 des Schulzentrums, die Fans nicht auf der Tribüne, sondern zahlreich daheim vor dem Live-Stream, den Marian Rick, André Wilde und Robin Prinz auf die Beine gestellt haben. Ein Modell für die nächsten Wochen? Ja – solange sich die Aktiven tatsächlich noch auf dem Feld tummeln dürfen. „Bei uns soll die Saison möglichst fortgesetzt werden“, berichtet SG-Abteilungsleiter Philipp Heuermann von der Entscheidung des Spielausschusses Regionalliga West – vorbehaltlich der Entscheidungen der Ministerpräsidenten-Konferenz heute. Darunter geht vorerst nichts mehr: Der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) hat den Spielbetrieb vorerst für vier Wochen ausgesetzt (weiterer Bericht).

Mittwoch, 28.10.2020, 10:43 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 10:50 Uhr
Konzentrierte Annahme: Gegen Hürth spielen Yannick Gröning (vorne), Philipp Heuermann (rechts) und Co. zwar ohne Zuschauer in der Halle, aber trotzdem erfolgreich. Foto: Frank Wittenberg

Die steigenden Corona-Infektionszahlen sehen sie mit Sorge. Nicht zuletzt, weil gerade der Hallensport schnell in den Fokus rückt. „Wir würden natürlich gerne weiterspielen“, betont Heuermann. Unter Einhaltung aller Hygienevorgaben, aber mit Spaß und Ehrgeiz. Denn eine Unterbrechung würde es kaum möglich machen, die Saison 2020/21 irgendwie regulär durchzuziehen angesichts des sehr eng gestrickten Terminplans. „Dann sehe ich jedenfalls keine Chance, unseren normalen Spielplan durchzuziehen“, sagt der Abteilungsleiter und Außenangreifer mit Blick auf die kommenden Wochen, die für die SG 06 bis zum 12. Dezember noch sechs Partien bereithalten.

Wenn es nach den Verantwortlichen im Spielausschuss der Regionalliga West geht, soll die Saison fortgesetzt werden. Allerdings, so lautet die Mitteilung, bestehe die Möglichkeit für die Mannschaften, Spiele zu verlegen, die aufgrund der Corona-Fallzahlen zurzeit nicht in ein Risikogebiet fahren wollen oder ein Team aus einem Risikogebiet zu Gast haben: „Wenn eine Mannschaft einen formlosen Antrag zur Spielverlegung bei der Staffelleitung stellt, wird diesem Antrag auch stattgegeben.“

Aus rein sportlicher Sicht wäre ein Saisonabbruch für die Coesfelder ein heftiger Nackenschlag, denn mit fünf Siegen aus fünf Spielen hat das Team von Trainer Udo Jeschke einen hervorragenden Start hingelegt – und hat den Kurs auf das gesteckte Ziel eingeschlagen, um den Aufstieg in die Dritte Liga mitzumischen. „Wenn es am Ende keine Wertung geben würde, wäre das für uns super bitter“, blickt Philipp Heuermann auf die aktuelle Konstellation. „Wir haben in dieser Saison die große Chance, das zu packen.“ Ob die so schnell wiederkomme, wenn der Volleyball nun wieder wochen- oder gar monatelang ausgebremst werde, sei fraglich.

Fakt ist: Vor dem aktuellen Hintergrund bereiten sich die SG’ler auf ihre nächsten Aufgaben vor. Am kommenden Samstag (31. 10.) steht laut Plan ein echtes Topspiel auf dem Programm, denn dann sind die Coesfelder um 13 Uhr beim Tabellenzweiten VV Humann Essen II zu Gast, der ein Spiel und ein Punkt mehr auf dem Konto hat. „Das wäre unser erstes richtig schweres Auswärtsspiel“, freut sich Heuermann auf die Herausforderung – sofern die nicht der Corona-Situation zum Opfer fällt.

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