Parasport: Mathias Mester ist ab Sonntag im VOX-Format „Beat the box“ zu sehen
Vom Trainingsplatz an Detlefs Tisch

Coesfeld. Der Traum von der paralympischen Goldmedaille lebt weiter. „Die Vorbereitung läuft nach Plan“, reckt Mathias Mester den Daumen nach oben. Auf dem Weg nach Tokio 2021 stellt sich der Behindertensportler noch einer weiteren Herausforderung, denn es gilt, eine Kiste zu bezwingen – beziehungsweise die Spiele und Aufgaben, die sich darin verbergen. Ab dem kommenden Sonntag (15. 11.) ist der 34-jährige Coesfelder in der Quizsoap „Beat the Box“ auf dem TV-Sender VOX zu sehen.

Dienstag, 10.11.2020, 07:50 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 10:14 Uhr
„Detlefs Männerabend“ feiert eine gelungene Aufgabe: (von links) Detlef Steves, der Coesfelder Parasportler Mathias Mester und Marco Cerulo stellen sich ab Sonntag in der VOX-Quizsoap „Beat the box“. Foto: TVNOW

In das Format gekommen ist Mester durch seine Freundschaft mit Detlef Steves, der durch seine Ausraster in der Serie „Ab ins Beet“ einen Kult-Status erreicht hat und mittlerweile in vielen Formaten zu sehen ist, zuletzt noch am Sonntagabend bei „Grill den Henssler“. „Wir sind sehr gut befreundet“, lächelt „Matze“ Mester. „Durch ihn ist auch der Kontakt zu VOX zustande gekommen.“ Drittes Mitglied im Team „Detlefs Männerabend“ ist Marco Cerullo, der bei „Bachelor in paradise“ die große Liebe gesucht und gefunden hat. „Drei Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten“, kündigt der Fernsehsender an. „Hausherr Detlef, der nicht gerade für seine Geduld bekannt ist; Gigolo Marco, der meist etwas verpeilt ist und sich damit selbst gerne auf die Schippe nimmt, und Profisportler Mathias, für den Verlieren keine Option ist.“

Und darum geht es: Das Trio bekommt eine Box vorgesetzt, die verschiedene Aufgaben beinhaltet. „Das kann Lieder raten sein“, erzählt Mester. „Oder auch die Herausforderung, einen Tischtennisball mit einem Maßband in einem Schnapspinnchen zu versenken.“ Und das möglichst schneller als andere Teams, zu denen unter anderem „Die Shopping Queens“ zählen oder auch die TV-Auswanderer Steffi und Roland Bartsch. „Das wird mega-witzig“, freut sich der Behindertensportler auf die Ausstrahlung. „Zumal unser Team eine tolle Kombination ist.“

Für Mathias Mester ist die Teilnahme an diesem TV-Format eine willkommene Abwechslung im Trainingsalltag, der nach wie vor auf die Paralympics 2021 ausgerichtet ist. Die Spiele sind wie auch Olympia in diesem Sommer wegen der Corona-Pandemie ausgefallen und sollen nun vom 24. August bis zum 5. September 2021 in Tokio ausgetragen werden. Das große Ziel des Coesfelders – nur verschoben, nicht aufgehoben. „Ich bin Weltmeister, Europameister, Vize-Paralympicsgewinner“, sagt der 34-Jährige, der früher auch im Kugelstoßen und mit dem Diskus unterwegs war, sich seit 2012 aber ausschließlich auf das Speerwerfen konzentriert. Die Goldmedaille, die fehlt noch, und die will er sich in Japan holen.

Das Training läuft, auch wenn die Einschränkungen durch die aktuelle Corona-Schutzverordnung wieder größer geworden sind. Von einigen Verletzungen war „Matze“ Mester in seiner Karriere schon geplagt, aber aktuell sieht er sich auf einem guten Weg. Die ersten Wettkämpfe sind, sofern die Corona-Situation es zulässt, für März angesetzt. „Dann heißt es Attacke“, blickt der Coesfelder voraus. Bei 40,13 Metern liegt in seiner Wettkampfklasse die Qualifikationsnorm für die Paralympics: „Die will ich so früh wie möglich abhaken.“ Mester ist bereit für die großen Herausforderungen – mit dem Speer ebenso wie für die ominöse Box.

Die Quizsoap „Beat the Box“ mit Mathias Mester läuft ab dem kommenden Sonntag (15. 11.) wöchentlich um 19.10 Uhr auf dem TV-Sender VOX.

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