Fußball: SG Coesfeld 06 setzt weiter auf das Trainerduo Zoui Allali und Christoph Klaas
Höhenflug mit zweifachem Schub

Coesfeld. Die Bedenkzeit belief sich auf wenig bis gar nicht. „Es macht Spaß, es entwickelt sich sehr gut“, sagt Zoui Allali. „Und es gibt noch genug Potenzial.“ Das Projekt SG Coesfeld 06, das er gemeinsam mit Christoph Klaas und dem Sportlichen Leiter Dirk Lowak angepackt hat, befindet sich auf einem guten Weg – und den will das Trainerduo Allali und Klaas auch im dritten Jahr beibehalten, denn sie werden auch in der Saison 2021/22 für den Fußball-Bezirksligisten verantwortlich sein.

Freitag, 27.11.2020, 09:15 Uhr aktualisiert: 27.11.2020, 11:26 Uhr
Der Höhenflug der SG Coesfeld 06 hält nach dem Aufstieg auch in der Bezirksliga an. Einer der Garanten dafür ist Mika Rotthäuser, der im Sommer aus der zweiten Mannschaft hochgerückt ist. Foto: az

Abnutzungserscheinungen gibt es in der „Trainer-Ehe“ nicht, im Gegenteil. „Ich habe einfach auch Bock, noch weiter mit Zoui zu arbeiten“, lächelt Christoph Klaas. „Wir haben viel voneinander gelernt.“ Und die Spieler von ihnen offensichtlich auch, denn die sportliche Bilanz nach leider nur acht Spieltagen kann sich sehen lassen: Platz fünf, bislang nur eine Niederlage, das ist ordentlich für einen Aufsteiger. „Deshalb möchten wir die Entwicklung gerne weiter begleiten.“

Sie nennen es bewusst nicht nur Trainerjob, sondern bezeichnen es gerne als Projekt. Als Gesamtkonstrukt, an dem sie bisher erfolgreich gefeilt haben. „Vor fast zwei Jahren habe ich zum ersten Mal bei Dirk Lowak im Wohnzimmer gesessen, um die ersten Ideen zu knüpfen“, erinnert sich Zoui Allali. Dabei sei es eben nicht nur darum gegangen, die Mannschaft in den Blick zu nehmen, sondern das gesamte Umfeld. Aufbruchstimmung erzeugen, die Zuschauer mitnehmen, die Rahmenbedingungen immer weiter verbessern – „mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden, nicht nur in fußballerischer Hinsicht“, betont Dirk Lowak.

Kein Wunder also, dass sich der Sportliche Leiter schnell mit Alex Tübing (Teamleiter Senioren) und Heiner Eismann (Fußball-Abteilungsleiter) einig war, das Duo Allali/Klaas wieder als ersten Ansprechpartner in den Fokus zu nehmen. „Die Konstellation mit zwei gleichberechtigten Trainern war damals ein gewisses Risiko“, gibt Lowak ehrlich zu. „Aber wir haben gesehen, wie gut es funktioniert.“ Die Trainingsbeteiligung sei super, die Entwicklung der einzelnen Spieler gehe hervorragend voran, auch die Einbindung der A-Jugendlichen klappe sehr gut.

Schnell waren sie sich einig. Und das, sagt Dirk Lowak, gebe auch Zeit, mit den Spielern zu sprechen. „Der Großteil unseres Kader wird bleiben, dazu kommen einige interessante Jugendspieler“, blickt Christoph Klaas voraus. Dass sie personell insgesamt breiter aufgestellt seien als früher, habe sich im bisherigen Saisonverlauf schon als Vorteil erwiesen, ergänzt Zoui Allali. Denn mehrfach seien schon wichtige Spieler ausgefallen: „Wir haben aber gezeigt, dass wir mit personellen Problemen umgehen und trotzdem punkten können.“

Daran wollen sie anknüpfen, wenn endlich die erneute Corona-Zwangspause beendet ist. „Die Situation ist leider nicht zu beeinflussen“, zuckt Allali mit den Schultern. Die Unterbrechung werde aktuell bestmöglich genutzt – nicht nur mit Gesprächen über die Zukunft, sondern auch mit Trainingsaufgaben, die individuell zu erledigen sind. „Die Jungs sind mega-fleißig“, lobt er sein Personal. Das stimme zuversichtlich für den möglichst baldigen Zeitpunkt, zu dem wieder um Punkte gekickt werden darf. „Wenn wir vorher noch zwei Wochen Zeit bekommen und richtig Gas geben, werden wir bereit sein.“

Bereit dafür, den guten Start in die erste Bezirksliga-Spielzeit der Fusionsgeschichte zu bestätigen. Sich etablieren, so lautet das Motto – auch für die dritte Saison unter Zoui Allali und Christoph Klaas, die dann hoffentlich mal ohne Unterbrechung durchgezogen werden kann. „An unserer Zielsetzung wird sich nichts ändern“, richtet Dirk Lowak den Blick darauf, das „Projekt“ SG 06 Schritt für Schritt weiter nach vorne zu bringen. Nicht als kurzfristigen Höhenflug. „Deswegen ist uns auch der Unterbau mit der zweiten Mannschaft und der Jugend wichtig“, betont er. „Wir wollen nachhaltig arbeiten.“

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