Quarterback Thomas Ueding sieht die Bulls für die Zukunft gut aufgestellt
Mit neuer Philosophie zum Erfolg

Coesfeld. In der Offensive der Coesfeld Bulls hat er das Sagen: Quarterback Thomas Ueding. Im Gespräch mit Redaktionsmitglied Leon Eggemann spricht er über die Corona-Workouts, die Ziele für die nächste Saison und Einflüsse des neuen Trainers.

Freitag, 12.02.2021, 06:04 Uhr
Hat den Ball zwar lange nicht mehr geworfen, hält seine Schulter und seinen Wurfarm aber mit Bewegungsabläufen und Workouts fit: Bulls-Quarterback Thomas Ueding (2. von links) Foto: Karla Wesseling

Hallo Thomas, wann hattest du das letzte Mal einen Football in der Hand?

Thomas Ueding: Ich nehme zu Hause immer mal wieder den Ball in die Hand, um Bewegungsabläufe für meinen Arm und meine Schulter durchzugehen. Das letzte Mal, dass ich aber einen Pass zu einem Mitspieler geworfen habe, dürfte im vergangenen Oktober gewesen sein. Beim Football geht es vor allem darum, die Bewegungsabläufe einzustudieren, jetzt in der Coronazeit nicht in der Übung zu bleiben, ist schon ein Nachteil. Den haben die Quarterbacks unserer Gegner aber auch.

Wie wichtig ist das private Training in der Corona-Zwangspause, um in der neuen Saison wieder anzugreifen?

Thomas Ueding: Es wäre natürlich schlecht, wieder auf den Platz zu gehen und bei Null anfangen zu müssen. Jeder unserer Spieler kann zu Hause für sich Workouts in den verschiedensten Bereichen machen. Klar macht es zusammen mit der Mannschaft mehr Spaß, aber da ist aktuell einfach Eigenverantwortung gefragt, damit wir, wenn es wieder losgeht, für die Zukunft gewappnet sind. Um uns gegenseitig zu motivieren, pushen wir uns zum Beispiel mit Fotos in unserer WhatsApp-Gruppe.

Glaubst du, dass euch die Corona-Pause in eurer Entwicklung stärker getroffen hat als andere Mannschaften, die schon länger miteinander spielen?

Thomas Ueding: Schwierig zu sagen. Ich denke, unser größter Nachteil ist tatsächlich die fehlende Spielerfahrung. Bisher haben wir ja nur acht Saisonspiele gemacht und was Freundschaftsspiele angeht, hat uns das Virus immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dass der Nachteil durch Corona größer geworden ist, glaub ich nicht. Mit mehr Erfahrung steigt von Spiel zu Spiel auch die Sicherheit in unseren Abläufen.

Trotz dieses Nachteils habt ihr in der vergangenen Saison mit dem zweiten Tabellenplatz euer Potenzial gezeigt. Wie soll nun der nächste Schritt in der Entwicklung der Bulls aussehen?

Thomas Ueding: Wir würden uns natürlich alle wünschen, in der nächsten Spielzeit den Aufstieg klar zu machen. Auf der einen Seite soll das Football-Spielen selbstverständlich Spaß machen, aber es steckt zu viel Arbeit in diesem Sport, als dass wir uns keine hohen Ziele stecken wollen. Mit Gregor Martinez haben wir jetzt einen neuen Trainer, der über 20 Jahre an Erfahrung mitbringt und auch schon in Gelsenkirchen trainiert hat. Mit ihm und unserer Mannschaft können wir gemeinsam viel erreichen.

Welche Stellschrauben müssen gedreht werden, um den Aufstieg perfekt zu machen?

Thomas Ueding: Das Wichtigste ist zurzeit, unsere Grundfitness aufrechtzuerhalten. Wenn es möglich ist, müssen wir dann so schnell wie möglich auf den Platz zurückkehren. Schließlich gibt es mit einem neuen Trainer auch neue Spielzüge und eine neue Philosophie – in kurzer Zeit gilt es, das zu verstehen und einzustudieren. Schaffen wir das, bin ich davon überzeugt, dass wir uns auf erfolgreiche nächste Jahre freuen dürfen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7815606?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947787%2F947821%2F
Nachrichten-Ticker