Sigrid Weppelmann hat ein Buch zum „Pferdeführerschein Umgang“ geschrieben
Eintauchen in das Pferde-Einmaleins

Lette. Wer im Straßenverkehr mit einem Auto unterwegs sein will, braucht als Nachweis für sein Wissen über die Verkehrsregeln und die Bedienung des Autos einen Führerschein. Pferde sind Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und Ideen. „Umso wichtiger ist ein Führerschein für den Umgang mit Pferden“, erklärt Sigrid Weppelmann. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat erst im vergangenen Jahr den sogenannten „Pferdeführerschein Umgang“ als Lehrgang mit abschließender Prüfung eingeführt. Die bestandene Prüfung bescheinigt Grundkenntnisse im Umgang mit Pferden in der Theorie und Praxis. „Menschen kommen heutzutage schneller an ein Pferd als an das Wissen über die Tiere“, betont die Letteranerin. Dabei sei es für angehende Pferdeleute von größter Wichtigkeit, dass sie von Anfang an wissen, wie sie mit dem Tier umzugehen haben. „So können Missverständnisse vermieden und die Sicherheit des Pferdes und der Halter erhöht werden. Außerdem dient es der Gesunderhaltung und dem Wohlbefinden der Tiere“, führt die 54-Jährige aus.

Samstag, 13.02.2021, 06:27 Uhr
Seit 30 Jahren lebt Sigrid Weppelmann mit ihren Pferden in Lette. „Nur ein paar Luftkilometer von den Dülmener Wildpferden entfernt“, scherzt die gebürtige Dülmenerin. Abseits ihres Berufes im Bereich der Organisationsentwicklung hat die 54-Jährige ihr Leben den Pferden gewidmet. Foto: az

Damit der Einstieg in das Thema Pferd gelingt, hat Sigrid Weppelmann ein Buch namens „Mein Pferdeführerschein - Umgang“ geschrieben. Als Ausbilderin (Trainerin A) arbeitet sie schon seit Jahrzehnten daran, Menschen mit ihren Pferden vertraut zu machen. „Mir liegt es am Herzen, dass der Umgang sicher und harmonisch verläuft“, macht Weppelmann deutlich. Um eine enge Bindung zum Tier aufzubauen und das Einmaleins der Pferde zu verstehen, dient das Buch als Basis auch für das Gelingen der Prüfung für den Pferdeführerschein. „Es sollen dabei nicht nur vordergründige Fakten für die Prüfung erläutert werden, sondern auch die Hintergründe, um das Pferd mit seinen natürlichen Bedürfnissen und Verhaltensweisen zu verstehen“, erzählt die gebürtige Dülmenerin. Die Inhalte der Prüfung und der Aufbau werden zu Beginn erläutert und persönliche Geschichten von zahlreichen „Pferd-Mensch-Beziehungen“ erzählt.

„So wird gleich am Anfang deutlich, welche besonderen Beziehungen zwischen Mensch und Tier entstehen können“, lächelt Weppelmann. In den darauffolgenden Kapiteln wird dann der Weg zu einem harmonischen Miteinander beschrieben. „Von den Basics zum natürlichen Verhalten, der Wahrnehmung und Anatomie geht es über zur Haltung und Pflege sowie praktischen Beispielen in alltäglichen Situationen, die Schritt für Schritt erklärt werden“, erzählt die Autorin, während sie durch die Seiten blättert.

Ursprünglich wäre Weppelmann mit ihrem Buch auf der Frankfurter Buchmesse zu Gast gewesen – wenn das Coronavirus nicht wäre. Auch ihren nebenberuflichen Auftritten als Dozentin kann sie derzeit nicht nachgehen. „Da haben die Reitvereine und Pferdebetriebe allerdings derzeit viel größere Probleme als ich“, hebt sie hervor. So müssten die Reiter trotz der Krise dringendst zu ihren Pferden. „Wer weiß, wie wichtig Bewegung und Versorgung für die Gesundheit der Pferde ist, dem ist klar, dass die aktuelle Situation äußerst kritisch ist“, berichtet Weppelmann. Der Drang nach Bewegung – auch ein Thema, das im Buch behandelt wird.

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