Fußball: Position des spielenden Co-Trainers in Lette besetzt
Vorwärts mit Tim Püttmann

Lette. An Anfragen mangelte es nicht. Es gab einige Vereine, die sich gerne seine Dienste sichern wollten – den Zuschlag bekam aber ein Club, der noch nicht die endgültige Gewissheit hat, ob er in der kommenden Saison noch „erstklassig“ ist. „Wir hatten sehr ehrliche und gute Gespräche“, begründet Tim Püttmann seine Entscheidung. „Für mich ist das eine tolle Chance.“ Deshalb wird der 27-Jährige ab dem Sommer beim A-Ligisten Vorwärts Lette auflaufen und neben Michael Buß die Rolle des spielenden Co-Trainers übernehmen.

Dienstag, 06.04.2021, 07:15 Uhr aktualisiert: 06.04.2021, 07:20 Uhr
Tim Püttmann hebt ab: Künftig geht der Zwei-Meter-Mann als spielender Co-Trainer für Vorwärts Lette auf Torejagd und unterstützt Michael Buß (kl. Foto), der mehr vom Seitenrand dirigieren wird. Fotos: fw Foto: az

Zuletzt war es ruhig geworden um Püttmann, der jahrelang zu den Top-Torschützen der DJK-Handballer zählte und in der Saison 2019/20 mit elf Treffern maßgeblich dazu beitrug, dass die Fußballer der SG Coesfeld 06 nach dem Abbruch als Herbstmeister in die Bezirksliga aufsteigen durften. Beim 2:2 im Derby gegen den Ortsrivalen DJK zum Hinrundenabschluss im November 2019 erzielte er das 1:0, musste dann aber verletzt das Spielfeld verlassen. „Außenmeniskus-Riss und Knorpelschaden“, gibt er die Diagnose weiter. „Wobei der Schaden wohl eher auf Verschleiß zurückzuführen war.“ Intensiver Handball auf hartem Untergrund über viele Jahre inklusive eines Kreuzbandrisses forderten bei dem Zwei-Meter-Mann Tribut – es folgten eine OP und gut ein Jahr Pause.

Jetzt fühlt sich Tim Püttmann wieder bereit für eine Herausforderung. Wobei sich der „Grenzgänger“ für den Fußball und gegen den Handball entschieden hat, so schwer ihm das auch gefallen ist. „Ich fürchte, dass die Belastung beim Handball auf dem harten Boden und mit den vielen schnellen Bewegungen nicht gut für mein Knie ist“, gibt er ehrlich zu. Grundsätzlich fühle es sich jetzt gut an. Jeden zweiten Tag geht der 27-Jährige joggen, um sich wieder in Form zu bringen. „Ich glaube, dass es noch einmal möglich ist, beim Fußball richtig anzupacken“, zeigt er sich optimistisch.

Und das wird er im Trikot von Vorwärts Lette angehen. Sicherlich sei er überrascht gewesen, als die Anfrage kam. „Vor einigen Jahren hat Tim schon einmal für ein paar Wochen bei uns mittrainiert“, erklärt Fußball-Abteilungsleiter Micky Richter. Damals unter den Trainern Michael Sandscheiper und Michael Schmitz – und „Schmiddi“ erinnerte sich sofort an Püttmann, als mögliche Kandidaten für den Posten des spielenden Co-Trainers aufgerufen werden sollten. „Sein Name stand bei uns an erster Stelle“, betont Richter. Entsprechend froh sind sie, dass sie nach einigen guten Gesprächen die Zusage ihres Wunschkandidaten bekommen haben.

Damit setzen die Letteraner um, was sie im Hinblick auf die Zukunftsplanung ins Auge gefasst hatten: Trainer Michael Buß soll künftig vornehmlich vom Seitenrand aus agieren, um der jungen Mannschaft so mehr Sicherheit zu geben. Zugleich soll Tim Püttmann auf dem Feld als spielender Co-Trainer vorangehen, nicht nur mit seiner Torgefährlichkeit. Er sei vielseitig einsetzbar, werde in der Offensive eine wertvolle Entlastung für Nick Richter sein – „und er wird auch als Typ Präsenz zeigen“, ist sich Micky Richter sicher. „Er wird unsere Jungs weiterbringen.“

Und auch ihn selbst wird es weiterbringen, da ist sich Püttmann sicher. Denn der Reiz, als Co-Trainer zu schnuppern und Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, begleitet ihn schon einige Zeit. „Da wäre ich offen für Fußball oder Handball gewesen“, lächelt er. „Jetzt hat es sich so ergeben.“ Bei Vorwärts Lette, wo er Kapitän Jonas Böller aus der gemeinsamen Zeit bei der SG 06 kennt, will er diesen Bereich kennenlernen und ist gespannt, wie er mit der neuen Aufgabe zurecht kommt. Denn in Lette, wo im Hintergrund hervorragende Arbeit geleistet werde, seien gute Voraussetzungen gegeben. „Ich will die Jungs mitnehmen“, freut sich Tim Püttmann auf die Zukunft. Vor neuen Herausforderungen hat er sich noch nie gescheut.

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