Volleyball: DVV legt neuen Modus für die kommende Regionalliga-Saison vor
Weniger Spiele, mehr Spannung

Coesfeld. Als ersten Lichtblick nach einer gefühlten Ewigkeit schätzen sie die Mitteilung des Deutschen Volleyballverbandes ein. Die beinhaltet eine Planung für die kommende Saison 2021/22 mit zwei wesentlichen Änderungen zum „herkömmlichen“ Spielbetrieb: weniger Partien für mehr Planungssicherheit, dazu ein Modus, der mehr Spannung verspricht – „da hat sich jemand Gedanken gemacht“, freut sich SG-Abteilungsleiter Philipp Heuermann über die Perspektive.

Dienstag, 13.04.2021, 07:15 Uhr aktualisiert: 13.04.2021, 07:20 Uhr
Nicht nur zu zweit wie hier Erik Kerp und Thomas Wittkowski, sondern zu viert pro Team soll im Sommer im Beachfeld gespielt werden können. Foto: az

So soll die kommende Spielzeit in den Dritten Ligen und Regionalligen laufen: Weil schon jetzt in 17 der insgesamt 24 Staffeln mehr als die üblichen zehn Mannschaften gemeldet waren und es durch die endgültige Einstellung des Spielbetriebes im Februar keine Auf- und Absteiger geben wird, sollen alle Staffeln ab zwölf Mannschaften geteilt werden – dazu zählt auch die Regionalliga West, in der 13 Teams inklusive der SG Coesfeld 06 beheimatet sind. Das, teilt der DVV mit, entzerre den Spielplan, weil weniger Partien zu absolvieren seien. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie habe das einen wertvollen Effekt: „Dadurch wird es möglich, erst im Oktober 2021 die Spielzeit zu beginnen.“ Zudem seien zusätzliche Reserve-Spieltage frei, an denen Partien nachgeholt werden könnten, die eventuell aufgrund von Quarantäne oder behördlicher Maßnahmen verlegt werden müssen.

Der Modus bietet sogar einen zusätzlichen Reiz: Nach einer Vorrunde mit Hin- und Rückspielen sollen die drei Erstplatzierten (bei größeren Staffeln vier) in eine Aufstiegsrunde einziehen, in der sie auf die besten Teams der anderen Staffel treffen und den Meister küren. Die anderen Mannschaften tragen eine Abstiegsrunde aus. Die Punkte gegen die Gegner, die sich ebenfalls für diese Gruppe qualifiziert haben, werden mitgenommen. „Das wird die Spannung bis zum Schluss erhalten“, kann SG-Trainer Udo Jeschke dieser Form eine Menge abgewinnen. „Da werden wir durchweg gefordert sein.“ Auch für die Zuschauer werde das hochinteressant sein, blickt Philipp Heuermann mit einem Augenzwinkern voraus: „So eine Aufstiegrunde klingt für alle Beteiligten sehr sexy.“

Bleibt noch die spannende Frage, wie die Staffeln eingeteilt werden. Der DVV schlägt hierfür ein „Reißverschlussprinzip“ vor, für das eine Rangfolge aus der Durchschnittswertung der vergangenen Spielzeiten gebildet wird. Alles Teams mit einer ungeraden Platzierung kommen zusammen in eine Gruppe, die andere Gruppe bilden die Mannschaften mit einer geraden Zahl. Dabei sollen regionale Ungleichgewichte möglichst vermieden werden, damit alle Mannschaften in der Summe etwa gleich weite Auswärtsfahrten haben. „Ich würde sogar befürworten, dass die Staffeln nach geographischen Gesichtspunkten eingeteilt werden“, sagt Heuermann. „Wir mit den Gegnern aus Ostwestfalen und bis Essen.“ Was den Vorteil hätte, dass ihnen die weiten Touren bis Brühl oder Bonn in der Vorrunde erspart blieben.

Wie auch immer, die Vorgabe des Verbandes kommt in Coesfeld gut an. „Das macht so Sinn und ist eine gute Konstellation“, urteilt Philipp Heuermann. „Auch mit dem Puffer, falls Spiele verschoben werden müssen.“ Grundsätzlich biete der Modus viele Möglichkeiten und gestalte den Spielplan flexibler, findet auch Udo Jeschke. Nicht immer habe der DVV in Entscheidungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eine gute Figur gemacht – „aber hier waren die Verantwortlichen sehr innovativ.“

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