Fußball: Auch der Pokalwettbewerb 2020/21 wird nicht fortgesetzt
Der Pott bleibt im Schrank

Kreis Coesfeld. Keine Meister, keine Auf- und Absteiger – und auch keiner, der den Pott in die Höhe reckt: Der Saisonabbruch im Fußball inklusive Annullierung wird auch den Pokalwettbewerb treffen. „Im Westfalenpokal werden in der kommenden Saison die identischen Teams wie in dieser Spielzeit antreten“, informierte Willy Westphal die Vereinsvertreter gestern Abend im Rahmen einer Videokonferenz. „Also werden wir auch keine neuen Mannschaften dafür melden können.“ Die logische Konsequenz: Der Kreisvorsitzende empfahl, auch diesen letzten noch offenen Wettbewerb 2020/21 zu beenden – und erntete die einhellige Zustimmung der Clubs.

Freitag, 23.04.2021, 07:25 Uhr aktualisiert: 23.04.2021, 07:30 Uhr
Fußball bei Regen und auf Asche – selbst darüber wären alle Fußballer aktuell froh. Für Marius Upgang-Rotert (vorne) und den SV Gescher ist nun auch der Kormbacher-Kreispokal 2020/21 endgültig beendet. Foto: Frank Wittenberg

VfL Billerbeck (gegen Eintracht Ahaus), SV Gescher (beim TuS Wüllen) und SG Coesfeld 06 (gegen Vorwärts Epe), diese drei Clubs standen im Achtelfinale, bei den Frauen hatten es VfL Billerbeck (bei GW Nottuln), SV Gescher (gegen VfB Alstätte) und Turo Darfeld (bei FC Epe) schon bis ins Viertelfinale geschafft. All das ist nun Makulatur. „Da sind tolle Spiele dabei, aber wir wissen ja nicht, wann wir wieder loslegen können“, warb Westphal um Verständnis. Deshalb gebe es die klare Empfehlung des Kreis-Fußball-Ausschusses, für Klarheit zu schaffen und auch diese Hängepartie zu beenden. Der endgültige Beschluss soll im Kreisvorstand noch getroffen werden, aus den Vereinen gab es gestern Abend aber keinen Widerspruch. „Bei den Junioren ist der Pokalwettbewerb ja schon vor einigen Wochen gestrichen worden“, erklärte Bernd Dönnewald vom Kreisvorstand. Zunächst bis zum 30. Juni seien auch keine Turniere erlaubt, dann müsse die Situation mit den gültigen Vorgaben neu bewertet werden.

Der Westfalenpokal soll derweil fortgesetzt werden, allerdings nur mit den Clubs auf der Dritten Liga und der Regionalliga, die bekanntlich kicken dürfen. So soll der westfälische Teilnehmer für den DFB-Pokal ermittelt werden. Für die nun „ausgebremsten“ unterklassigen Mannschaften gibt es aber ein Bonbon, wie der FLVW mitteilt: Sie haben automatisch ein Startrecht für den Westfalenpokal 2021/22. Das betrifft bei den Herren die SpVgg Vreden und den SuS Stadtlohn, bei den Frauen VfL Billerbeck und Turo Darfeld. Die Erstrunden-Paarungen sollen neu ausgelost werden.

So blieb gestern Abend einmal mehr die Hoffnung auf eine möglichst normale Spielzeit 2021/22. Die soll am 15. August beginnen, im Jugendbereich dann am letzten August-Wochenende. „Wenn es klappt, wollen wir wie gewohnt die erste und zweite Runde im Krombacher-Pokal an den beiden Wochenenden zuvor durchführen“, kündigte Willy Westphal an. „Das dient ja auch der Vorbereitung.“ Ob es aber tatsächlich alles so komme, sei nur sehr schwer vorauszusagen. Die Pandemie werde dann sicherlich nicht verschwunden sein, so dass die Partien wohl wieder unter den bereits bekannten Hygienevorschriften durchgeführt werden müssten. Vielleicht werde es auch notwendig sein, den Start noch einmal um zwei Wochen nach hinten zu verlegen – Prognosen seien nur schwer möglich. „Wir halten aber vorerst an diesem Datum fest“, zeigte sich Westphal optimistisch. Der größte Wunsch aller sein, möglichst bald in die Normalität zurückkehren zu können: „Für uns, auch für jede andere Sportart und für ein gesellschaftliches Miteinander!“

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