Bundesliga am Samstag
Abstiegskampf: VfB-Hoffnung Hitzlsperger - Mutmacher Doll

Die Zeit wird knapp. 13 Spieltage vor Schluss brauchen Stuttgart und Trainer Weinzierl allmählich Punkte. Klappt es auch gegen Leipzig nicht, könnte Hannover mit dem neuen Trainer Doll vorbeiziehen. Auch Schalke und Freiburg sind noch längst nicht durch.

Samstag, 16.02.2019, 08:45 Uhr aktualisiert: 16.02.2019, 08:52 Uhr
Der neue VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. Foto: Sebastian Gollnow

Berlin (dpa) - Der Abstiegskampf steht am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Mittelpunkt der Partien am heutigen Samstag.

Dabei hofft der VfB Stuttgart, der zu Wochenbeginn Sportvorstand Michael Reschke durch Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger ersetzte, im Spiel gegen den Tabellenvierten RB Leipzig auf das Ende der Dauerkrise. Gibt es dagegen die nächste Niederlage, könnte der Tabellen-17. Hannover 96 mit einem Punktgewinn bei 1899 Hoffenheim vorbeiziehen.

In der erweiterten Abstiegszone befinden sich auch der FC Schalke 04 und der SC Freiburg, die im direkten Duell aufeinandertreffen. Die internationalen Plätze hat der VfL Wolfsburg vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 im Blick. Gleiches gilt für Hertha BSC und Werder Bremen, die sich ab 18.30 im Berliner Olympiastadion gegenüberstehen.

DRUCK: Anstatt des Trainers musste in Stuttgart der Sportvorstand Reschke gehen. Die Hoffnungen ruhen nun auf Nachfolger Hitzlsperger, der noch auf den nicht sonderlich erfolgreichen Coach Markus Weinzierl setzt. Dem Trainer hilft auf die Dauer aber nur eine Trendwende. «In der Konstellation ist es nichts anderes als in der vorherigen - dass wir Punkte brauchen, dass der Trainer Punkte braucht», sagte Weinzierl, unter dessen Führung nur zehn Punkte in 14 Spielen heraussprangen. Die Aufgabe gegen Leipzig ist jedoch nicht einfach. In den letzten vier Pflichtspielen holten die Sachsen drei Siege bei 8:0 Toren.

HOFFNUNG: Personelle Veränderungen hatte auch Stuttgarts Rivale Hannover vorgenommen, seit zwei Spielen ist Trainer Thomas Doll im Amt. Ein Heimsieg gegen Nürnberg sprang unter dem Ex-Nationalspieler schon heraus. Nun soll es auch mal auswärts klappen. «Der besondere Reiz ist, dass keiner an dich glaubt und dass du dann das Gegenteil beweisen kannst. Das mochte ich schon als Spieler», sagte Doll vor dem Gastspiel bei 1899 Hoffenheim. Es ist bereits lange her, dass die Niedersachsen in der Fremde mal gewannen. Seit Oktober 2017 gab es keinen Auswärtssieg mehr.

REDEBEDARF: Sebastian Rudy war im Sommer der Königstransfer des FC Schalke 04, die hohen Erwartungen konnte der Nationalspieler aber kaum erfüllen. Am letzten Spieltag wurde der Mittelfeldakteur im Spiel bei seinem Ex-Club Bayern München gar in der 33. Minute ausgewechselt, was viele Beobachter als Demütigung empfanden. «Er war nicht der Schuldige, sondern der Leidtragende. Es war ein taktischer Wechsel», betonte Trainer Domenico Tedesco nach einem Gespräch mit Rudy. So werden die Fans gespannt sein, ob der 28-Jährige im Heimspiel gegen den SC Freiburg mehr Einsatzzeit erhält.

TRAUM: Die großen Europacup-Abende liegen in Bremen schon eine Weile zurück. Das soll sich bald ändern. «Ich finde, unser Team ist bereit für Europa», sagte der niederländische Mittelfeldspieler Davy Klaassen. Um den Traum vom internationalen Geschäft am Leben zu erhalten, wäre ein Sieg beim direkten Konkurrenten Hertha BSC hilfreich. Berlin weist als Achter einen Zähler mehr als Bremen auf.

ZUKUNFT: Mit einem Sieg gegen den FSV Mainz 05 kann der VfL Wolfsburg zumindest vorübergehend wieder auf einen Europacup-Platz klettern. Dass Bruno Labbadia, der den Club vergangene Saison in der Relegation vor dem Absturz bewahrte, über die Saison hinaus Trainer bleibt, ist aber noch längst nicht klar. «Natürlich kommt jetzt die Zeit, in der ich mir überlege, was ich will», sagte der VfL-Coach, dessen Vertrag ausläuft. Erst ab April soll es Gespräche mit Manager Jörg Schmadtke geben, was für Labbadia «überhaupt kein Problem» ist.

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