Bundesinnenminister
Seehofer lehnt «Privilegien» für Fußballprofis ab

Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Ausnahmen für Fußballprofis für einen Neustart der Bundesliga erneut abgelehnt. Der CSU-Politiker habe betont, dass es für Bundesliga-Spieler keine «Privilegien» geben könne, sagte sein Sprecher Steve Alter in Berlin.

Montag, 04.05.2020, 15:04 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 15:08 Uhr
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist gegen Privilegien für Fußballprofis. Foto: Bernd von Jutrczenka

Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für eine Fortsetzung des Spielbetriebs halte Seehofer nach wie vor «für eine sehr gute Grundlage für Lockerungen in diesem Bereich». Noch habe die Bundesregierung aber nicht gemeinsam mit den Ländern darüber entschieden, ob sie «dieses Konzept zur Anwendung bringen will».

Auf eine Frage zur Quarantäne von Kontaktpersonen nach drei Corona-Fällen beim 1. FC Köln angesprochen, antwortete der Sprecher, es sei «nicht so, dass die Bundesregierung nur Konzepte durchwinkt, die vorgelegt werden». Es gehe vielmehr darum, gemeinsam mit den Gruppen, die einen bestimmten Bedarf anmelden - wie zuvor etwa die Religionsgemeinschaften - «einen Weg zu finden, wie wir in bestimmten Lebensbereichen zu Lockerungen kommen können».

Über die Vorschläge hinaus gebe es «politische Grundbedingungen». Personen, die in unmittelbarem Kontakt mit einer positiv getesteten Person gewesen sind, müssten in 14-tägige Quarantäne gehen. Dies sei ein Prinzip, das derzeit für die gesamte Bevölkerung gelte, «und es gibt eben keinen Grund, warum das bei Fußballprofis anders sein sollte», betonte Seehofers Sprecher.

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