Coronavirus-Pandemie
Bremen lässt Nationalspieler nicht in Risikogebiete reisen

Bremen (dpa) - Fußball-Bundesligist Werder Bremen will seine Nationalspieler in der bevorstehenden Länderspielpause bis auf eine Ausnahme nicht in Coronavirus-Risikogebiete schicken.

Sonntag, 04.10.2020, 09:49 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 09:52 Uhr
Yuya Osako ist der einzige Nationalspieler den Werder Bremen zu seiner Nationalmannschaft reisen lässt. Foto: Carmen Jaspersen

Sportchef Frank Baumann sagte nach dem 1:0-Erfolg am Samstag gegen Arminia Bielefeld, dass der Club durch eine mögliche Quarantäne «keinen Spieler für das nächste Bundesligaspiel verlieren» wolle. Am 17. Oktober gastieren die Hanseaten beim SC Freiburg.

«Das Bremer Gesundheitsamt hat verordnet, dass Berufsspieler von Werder, die in Risikogebieten unterwegs sind, anschließend nach ihrer Rückkehr nach Deutschland fünf Tage in häusliche Quarantäne müssen - unabhängig von ein oder zwei negativen Tests», erklärte Baumann. Im Gegensatz dazu reicht für die Nationalspieler von Borussia Dortmund nach der Rückkehr ein negativer Test.

Daher sollen Ludwig Augustinsson (Schweden), Milos Veljkovic (Serbien) oder Marco Friedl (Österreich) jeweils nur eine Partie für ihr Land bestreiten. Augustinsson verzichtet auf die Reise nach Russland, Velkjovic spielt nur in Norwegen und Friedl hofft im Heimspiel gegen Griechenland auf sein A-Elf-Debüt.

Einzige Ausnahme bildet Yuya Osako. Weil der Japaner über ein Jahr nicht bei der Nationalelf weilte, darf der Offensivspieler zum Lehrgang ins niederländische Risikogebiet Utrecht und dort ein Testspiel bestreiten. «Er wird direkt nach dem Spiel nach Deutschland reisen und sich fünf Tage in häusliche Quarantäne begeben, so dass er am Donnerstag darauf wieder mit der Mannschaft trainieren und gegen Freiburg spielen kann», sagte Baumann.

© dpa-infocom, dpa:201004-99-817068/2

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