Berliner Investor
Windhorst-Millionen für Hertha kommen später

Berlin (dpa) - Investor und Anteilseigner Lars Windhorst hat seine Zahlung über weitere 100 Millionen Euro an Hertha BSC verschoben.

Mittwoch, 04.11.2020, 11:34 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 11:38 Uhr
Anteilseigener und Investor bei Hertha BSC: Lars Windhorst. Foto: Andreas Gora

Es sei mit dem Berliner Fußball-Bundesligisten nun ein Zahlungsplan vereinbart worden, sagte ein Windhorst-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht der «Sport Bild». Die Hertha war bislang von einer Überweisung der letzten Tranche der neuen 150-Millionen-Finanzspritze bis Ende Oktober ausgegangen.

«Es ist gewährleistet, dass der gesamte Betrag innerhalb des laufenden Geschäftsjahres der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA zufließt», wurde vom Verein ein neuer Zeitrahmen kommuniziert. Ob die verspätete Zahlung möglicherweise Einfluss auf die Aktivitäten im Wintertransferfenster im Januar haben könnte, war zunächst unklar.

Das Investitionsvolumen von Windhorst beläuft sich insgesamt auf 374 Millionen Euro. Im Gegenzug steigert der 43-Jährige seine Clubanteile bei dem Fußball-Bundesligisten auf 66,6 Prozent. Mit einem Großteil des Geldes will die Hertha ihren Schuldenstand senken und Mindereinnahmen auffangen. Bereits im Sommer sollen Zahlungsfristen verschoben worden und 50 Millionen Euro teilweise erst verspätet geflossen sein.

Zuletzt hatte die Hertha mitgeteilt, dass wegen der Corona-Pandemie mit knapp 60 Millionen Euro weniger an Einnahmen geplant werden müsse. Auf dem Transfermarkt hatten sich die Berliner in diesem Sommer vergleichsweise zurückgehalten und teure Verpflichtungen vermieden.

In der Bundesliga hat das Team von Trainer Bruno Labbadia nach sechs Spieltagen mit nur einem Sieg und einem Remis die hohen Erwartungen noch nicht erfüllen können.

© dpa-infocom, dpa:201104-99-206549/2

Nachrichten-Ticker