Coronavirus-Krise
Eintracht Frankfurt erhält Landesbürgschaft

Frankfurt/Main (dpa) - Die Eintracht Frankfurt Fußball AG erhält eine Bürgschaft des Landes Hessen in Höhe von 16 Millionen Euro, teilte der Fußball-Bundesligist mit.

Mittwoch, 04.11.2020, 16:55 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 16:58 Uhr
Eine Landesbürgschaft soll Eintracht Frankfurt helfen durch die Corna-Krise zu kommen. Foto: Arne Dedert

«Mit der Landesbürgschaft, für die wir eine marktübliche Vergütung zu zahlen haben, sichern wir vor allem unsere lange geplanten und bereits in der Umsetzung befindlichen Infrastrukturprojekte ab. Für Personalmaßnahmen oder Transfers wird sie nicht verwendet», erklärte Vorstandsmitglied Oliver Frankenbach.

Die Eintracht fürchtet gravierende Mindereinnahmen, wenn Geisterspiele wieder zum Dauerzustand werden. «In der laufenden Saison kommen wir ganz schnell auf 50 bis 70 Millionen Euro, wenn auch die Rückrunde weitgehend ohne Zuschauer verläuft», hatte Vorstandsmitglied Axel Hellmann zuvor im «Kicker» erklärt. In der vergangenen Saison habe man dadurch bereits einen Umsatzeinbruch von 15 bis 20 Millionen Euro erlitten.

Die Eintracht hatte in Anbetracht der gegenwärtig unsicheren Lage und der weiter unvorhersehbaren Auswirkungen der Pandemie einen Antrag auf eine Bürgschaft gestellt, der vom Bürgschaftsausschuss des Landes Hessen genehmigt worden sei. Sie ergänze bestehende Sicherungsmittel für Kreditlinien, die aufgrund der Krise weniger werthaltig geworden seien.

«Die aktuellen Corona-bedingten Entwicklungen lassen unserer Liquiditätsvorsorge oberste Priorität zukommen. Wir müssen uns auf einen Winter mit wenigen oder sogar keinen Zuschauern bei unseren Heimspielen einstellen», sagte Frankenbach. «Das wird uns vor große Herausforderungen stellen.»

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