Statistik und Personal
Der 7. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Düsseldorf (dpa) - Mit der Partie Werder Bremen gegen den 1. FC Köln wird am Freitag (20.30 Uhr) der siebte Spieltag der Fußball-Bundesliga eröffnet.

Freitag, 06.11.2020, 15:05 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 15:08 Uhr
Der FC Bayern München setzt gegen den BVB auf Leon Goretzka. Foto: Matthias Balk

Hier das Wichtigste zu den übrigen Spielen im Überblick:

RB Leipzig - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Leipzig will sich nach der ersten Niederlage zurückmelden, kann je nach Verlauf des Spitzenspiels zwischen dem BVB und Bayern wieder auf Platz zwei vorrücken. Freiburg will den Abwärtstrend von fünf Spielen ohne Sieg stoppen.

STATISTIK: Freiburg zählt nicht zu Leipzigs Lieblingsgegnern. Von den vergangenen fünf Begegnungen gewann RB nur eine. Freiburg hat in den bisher zehn Spielen gegen Leipzig bis auf eine Ausnahme immer getroffen.

PERSONAL: RB geht mit Abwehrsorgen ins Spiel. Neben Klostermann und Laimer fällt auch Upamecano aus. Bei Freiburg könnte Höfler trotz seiner zuletzt vielen Fehler in der Anfangself bleiben.

BESONDERES: Erst ein Spieler hat es aus der Nachwuchsakademie von RB zum Bundesliga-Profi geschafft. Dieser heißt Ermedin Demirovic und spielt ausgerechnet in Freiburg. Von den 3,7 Millionen Euro, die Freiburg im Sommer an Alaves für den Stürmer zahlte, erhielt Leipzig nur eine Ausbildungsentschädigung.

Union Berlin - Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Union steht mit neun Punkten gut da und ist seit fünf Spielen ungeschlagen. Aufsteiger Bielefeld verlor zuletzt gegen teilweise sehr starke Konkurrenz viermal nacheinander.

PERSONAL: Ingvartsen und Prömel (beide muskuläre Probleme) sowie Ujah (Knie) stehen den Köpenikern weiter nicht zur Verfügung. Torwart Karius, Trimmel und Schlotterbeck haben könnten nach Verletzungen wieder in den Kader rutschen. Arminia hat keine großen Personalprobleme.

STATISTIK: In der Bundesliga treffen die beiden Clubs zum ersten Mal aufeinander. In der 2. Liga gab es 18 Duelle: sechsmal gewannen die Berliner, nur dreimal die Ostwestfalen.

BESONDERES: In Arminia-Coach Neuhaus kehrt Unions Rekordtrainer in die Alte Försterei zurück. Der 60-Jährige trainierte die Eisernen zwischen 2007 und 2014 in sieben Spielzeiten und damit so lange wie kein anderer Übungsleiter.

FSV Mainz 05 - FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Es ist das Kellerduell zwischen dem Tabellenletzten Mainz und dem Vorletzten Schalke. Da kann nur ein Sieg die Not lindern. Zudem treffen das schlechteste Heimteam (Mainz/null Punkte) und die schlechteste Auswärtsmannschaft (Schalke/null Punkte) aufeinander.

STATISTIK: Die Mainzer verloren die ersten sechs Saisonspiele. Nur Fortuna Düsseldorf hatte 1991/92 eine ähnlich negative Auftaktbilanz. Schalke ist seit 22 Liga-Partien sieglos, gewann zuletzt aber im DFB-Pokal 4:1 gegen Schweinfurt.

PERSONAL: Mainz-Coach Lichte hat keine personellen Probleme und schließt Veränderungen der Startelf nicht aus. Schalkes Kabak hat seine Fünf-Spiele-Sperre (Spuckattacke) abgesessen. Rönnow dürfte nach der Pause im Pokal für Fährmann wieder ins Tor rücken.

BESONDERES: Beide Clubs haben schon nach zwei Spieltagen den Trainer gewechselt. Bei den Rheinhessen wurde Lichte Chefcoach für Beierlorzer, beim Ruhrpottclub kam Baum für Wagner.

FC Augsburg - Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der FCA ist stolz auf den zweitbesten Bundesligastart der Clubgeschichte. Die Berliner hingegen sind seit fünf Spielen sieglos.

STATISTIK: Augsburg und Hertha trafen 16 Mal in der Bundesliga aufeinander - fünfmal gewannen die Berliner bei acht Remis. Der FCA siegte nur in einem der vergangenen elf Bundesligaspiele gegen die Hertha.

PERSONAL: Niederlechner ist nach einer Bauchmuskelverletzung wohl wieder einsatzbereit. Hertha muss ohne Tousart und Ascacibar auskommen.

BESONDERES: FC-Innenverteidiger Uduokhai bestreitet sein erstes Spiel, nachdem ihn Bundestrainer Löw erstmals in die Nationalelf berufen hat.

VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Aufsteiger VfB ist erfolgreich in die Saison gestartet und liegt dank der besseren Tordifferenz derzeit vor der Eintracht. Beide haben neun Zähler verbucht.

STATISTIK: Gegen kein Team glückten den Schwaben mehr Siege als gegen die Hessen (42). In dieser Saison ist der VfB seit fünf Spielen unbesiegt, im eigenen Stadion hat er allerdings noch nicht gewonnen. Die Eintracht wartet seit drei Spielen auf einen Sieg.

PERSONAL: VfB-Abwehrchef Anton ist wieder fit, es fehlen weiter Mavropanos, Mola, Awoudja und Thommy. Bei den Frankfurtern fällt Ache bis zum Jahresende aus. Der Einsatz des angeschlagenen Kamada ist fraglich. Möglicherweise ist Flügelspieler Kostic wieder dabei.

BESONDERES: Fredi Bobic kehrt als Sportvorstand mit Eintracht an seine alte Wirkungsstätte zurück. Als Spieler glänzte er bei den Schwaben als Teil des «magischen Dreiecks», als Manager griff er letztlich zu oft daneben.

Borussia Dortmund - FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Rechzeitig zum Ligagipfel haben sich beide Teams auf ihre schon fast angestammten Tabellenplätze eins und zwei manövriert. Erstmals seit 11 Jahren liegen sie vor einem direkten Duell nach Punkten gleichauf.

STATISTIK: Seit Anfang 2013 gelang dem BVB gegen den Abomeister aus München in sieben Spielen nur ein Sieg - beim 3:2 daheim vor zwei Jahren. Insgesamt ist die Bilanz bei Spielen in Dortmund ausgeglichen: Es gab 16 BVB- und 16 Bayern-Siege sowie 19 Remis.

PERSONAL: Der BVB bangt um einen Einsatz von Abwehrchef Hummels. Can ist nach überstandener Corona-Infektion zurück im Training, aber noch keine Option. Bei den Gästen fehlen Süle und Zirkzee. Goretzka ist wieder fit.

BESONDERES: Die Torjäger stehen im Mittelpunkt. Der ehemalige Dortmunder Lewandowski traf seit seinem Wechsel 2014 in 12 Partien beachliche 16 Mal gegen seinen ehemaligen Club. Haaland machte zuletzt als erste Spieler von sich reden, dem in seinen ersten 11 Champions-League-Spielen 14 Tore gelangen.

VfL Wolfsburg - 1899 Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: In der Europa League holte Hoffenheim zuletzt drei Siege, in der Liga dagegen nur einen Punkt aus vier Spielen.

PERSONAL: Hoffenheim fehlen bis zu neun Spieler wegen Verletzungen (Hübner, Bicakcic, Posch, Geiger, Stafylidis), einer Sperre (Skov) und Trainingsrückstands nach Quarantäne (Kramaric, Adams, Kaderabek). Bei den Wolfsburgern fällt Ginczek aus.

STATISTIK: Wolfsburg verlor nur eines von zwölf Heimspielen gegen die TSG.

BESONDERES: Hoffenheim schnappte dem VfL am letzten Spieltag der vergangenen Saison einen direkten Platz in der Europa League weg.

Bayern Leverkusen - Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Bayer gewann nach holprigem Start zuletzt dreimal und ist neben Wolfsburg als einziges Team ungeschlagen. Gladbach blieb nach dem 0:3 zum Auftakt in Dortmund zuletzt auch fünfmal ungeschlagen.

PERSONAL: Bei Gladbach sind bis auf den langzeitverletzten Zakaria wohl alle dabei. Leverkusen hofft auf ein Comeback von Torjäger Schick, Kapitän Aranguiz fehlt wohl weiterhin.

STATISTIK: In den letzten neun Pflichtspiel-Duellen der beiden gewann sieben Mal das Auswärtsteam. Zuletzt vier Mal in Folge.

BESONDERES: Vor zwei Jahren schnappte Bayer der Borussia Rang vier und die Champions-League-Teilnahme weg. In der letzten Saison war es umgekehrt. Und nun sind beide schon wieder Vierter und Fünfter. 

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