Bayern-Keeper
Manuel Neuer mit 34: «Möchte mich nicht kaputt machen»

München (dpa) - Manuel Neuer will nicht als Alters-Weltrekordler in die Fußballgeschichte eingehen: «Es ist nicht mein Ziel, der Torwart zu werden, der am längsten gespielt hat.»

Samstag, 07.11.2020, 12:03 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 12:07 Uhr
Will nicht als Alters-Weltrekordler in die Fußballgeschichte eingehen: Manuel Neuer. Foto: Barbara Gindl

«Ich will es genießen. Ich freue mich über jede Saison, in der es mir gut geht, in der ich der Mannschaft helfen kann, in der es mir Spaß macht», sagte der 34 Jahre alte Routinier im Tor des FC Bayern München und der Nationalmannschaft dem «Sportbuzzer» in einem Interview. «Ich will gesund bleiben. Damit die Lebensqualität nicht verloren geht, ich später noch Tennis spielen kann. Ich möchte mich nicht kaputt machen.»

Auch mit 34 sei es nicht zu spät, etwas Neues zu lernen. «Man lernt ja immer im Leben. Ob sich der Fußball noch extrem verändert, kann ich nicht sagen. Ich gebe in jedem Training mein Bestes», sagte der Weltmeister von 2014, dessen Vertrag bei den Bayern noch bis Ende Juni 2023 läuft. «Es geht um Feinheiten, um Schrittfolgen, um Sprungkraft, um den richtigen Pass, ums Rauslaufen.»

Ein Selbstläufer sind die vielen Erfolge des Champions-League-Gewinners und deutschen Rekordmeisters auf Dauer nicht, findet Neuer. «Wir eilen von Rekord zu Rekord. Aber selbst die große Bayern-Mannschaft in den 70er Jahren fand sich nach drei Europacupsiegen in Folge auch mal im Mittelfeld der Tabelle wieder», erklärte der Weltklasse-Keeper. «Wir werden versuchen, nicht nachzulassen, und freuen uns über jeden Sieg. Das merkt man, glaube ich. Dieser Zusammenhalt ist einfach in uns.»

Auch der Wirbel um die Vertragsverlängerung von David Alaba hat die Bayern-Profis nicht verunsichert. «Uns Spieler stört es im Wettkampf nicht. Da ist nur die Leistung wichtig. Der David liefert permanent sehr gute Leistungen», meinte Neuer. «Wir sind froh, dass er zu unserer Mannschaft gehört.» Außerdem sei der «FC Hollywood» Schlagzeilen ja gewohnt. Neuer: «Das sorgt ja auch für die eine oder andere Abwechslung.»

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