Mittelfeldspieler
Fehlerteufel Höfler: Symbol der Freiburger Misere

Leipzig (dpa) - So langsam kann einem Nicolas Höfler einfach nur noch leid tun.

Sonntag, 08.11.2020, 11:07 Uhr
Leipzigs Emil Forsberg (l) und Freiburgs Nicolas Höfler kämpfen um den Ball. Foto: Hendrik Schmidt

Als Leipzigs Marcel Sabitzer seinen Elfmeter in der 69. Minute sicher zum vorentscheidenden 2:0 verwandelte, musste der Mittelfeldspieler des SC Freiburg bereits das siebte Gegentor in dieser Saison nach einem von ihm verursachten Fehler hinnehmen. Dabei lag es gewiss nicht zwingend an Höfler, dass Freiburg in Leipzig 0:3 verlor. Und mit dem Elfmeterpfiff waren die Breisgauer auch nicht einverstanden.

«Den zu pfeifen, ist für mich Wahnsinn. Es gibt einen leichten Rempler, aber es reicht niemals für einen Elfmeter», sagte SC-Profi Christian Günter. Problematisch war allerdings, dass Höfler seinen Gegenspieler Christopher Nkunku nicht nur leicht rempelte, sondern auch am rechten Hacken traf. Schiedsrichter Felix Zwayer blieb deshalb nach langer Diskussion mit dem Videoassistenten bei seiner Entscheidung.

Bereits gegen Leverkusen hatte Höfler Aktien an drei der vier Gegentore. Außerdem waren Gegentore gegen Wolfsburg und Bremen sowie in Dortmund aus Fehlern oder ungeschicktem Verhalten von Höfler entstanden. Ausgerechnet Höfler! Der 30-Jährige ist seit Jahren unumstrittene Stammkraft beim SC, besticht eigentlich als verlässlicher Balleroberer.

Doch irgendwie steht der Mittelfeldspieler gerade beispielhaft für die Freiburger Misere. Sechs Spiele ohne Sieg stehen nun in der Statistik. «Die Tendenz ist nicht gut. Wir hatten letztes Jahr das Glück auf unserer Seite, im Moment ist das nicht so», sagte Trainer Christian Streich. «Wir müssen schauen, dass wir gegen Mainz die Köpfe frei kriegen.»

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