Werder Bremen
Aufsichtsrats-Chef Bode zur Kritik: «Alle einmal ausatmen»

Bremen (dpa) - Laut Aufsichtsratschef Marco Bode hat Werder Bremen in den letzten Tagen «kein wirklich gutes Bild abgegeben». Gleichzeitig wies der Vize-Weltmeister von 2002 aber die Kritik an der Arbeit der verantwortlichen Personen zurück.

Sonntag, 06.12.2020, 16:26 Uhr aktualisiert: 06.12.2020, 16:28 Uhr
Marco Bode, Aufsichtsratschef von Fußball-Bundesligist Werder Bremen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Sina Schuldt

«Es kann - von außen betrachtet - der Eindruck entstehen: Hier ist gerade Drama, Theater, Machtkämpfe. Aus meiner Sicht ist dem nicht so. Wir sollten alle vielleicht einmal ausatmen und alle Scharmützel beiseite legen», sagte Bode dem TV-Sender Sky.

Mit Blick auf die Kritik des Fernsehjournalisten Jörg Wontorra, der für den Aufsichtsrat kandidieren will, sagte Bode: «Es ist leicht, Bilder aus der Vergangenheit zu nutzen. Ich weiß, dass Werder mal die Nummer zwei oder drei in der Bundesliga war. Das sind wir derzeit nicht. Ich verstehe jeden Fan und jeden, der von außen draufschaut, und sagt: Mensch, das ist doch die Vision, die muss man doch haben. Wir müssen aber auch die Dinge realistisch betrachten. Die Welt hat sich verändert.»

Laut Wontorra und der «Gruppe besorgter Vereinsmitglieder», zu denen unter anderen die früheren Werder-Verantwortlichen Klaus-Dieter Fischer, Willi Lemke und Manfred Müller gezählt werden, solle der viermalige deutsche Meister einen Kurswechsel vollziehen. Bode versicherte indes, «dass der Club und diejenigen, die in Ämtern sitzen, zusammenhalten und professionell und ernsthaft die Aufgaben angehen».

Bode verteidigte auch, dass Werder mit Sportchef Frank Baumann den Vertrag verlängern wolle. «Ich fände es sehr fahrlässig, jetzt auf die Aufsichtsratswahlen zu warten, die wahrscheinlich im April stattfinden, wenn der Vertrag zum Saisonende ausläuft. Auf dieser Position braucht ein Verein Klarheit», sagte Bode. Der jetzige Aufsichtsrat sei von der Arbeit von Baumann sehr überzeugt. «Ich halte das für eine völlig legitime, normale und sehr professionelle Entscheidung», so Bode.

© dpa-infocom, dpa:201206-99-593036/2

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