Bayern München
Rummenigge über Tolisso: Entweder Verlängerung oder Wechsel

München (dpa) - Karl-Heinz Rummenigge kann sich einen Abgang von Fußball-Weltmeister Corentin Tolisso nach dieser Bundesliga-Saison vorstellen.

Freitag, 05.02.2021, 15:22 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 15:24 Uhr
Corentin Tolisso steht bei den Bayern bis Juni 2022 unter Vertrag. Foto: Sven Hoppe

«Tolisso hat im Sommer noch ein Jahr Vertrag. Entweder verlängern wir den Vertrag oder müssen eine Lösung finden. Diese beiden Optionen liegen auf dem Tisch. Ich kann weder die eine noch die andere ausschließen», sagte der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters in einem «Sport1»-Interview.

Der Mittelfeldakteur, der zuletzt mit einem neuen Tattoo in Corona-Zeiten für Aufsehen gesorgt und dafür eine Geldstrafe auferlegt bekommen hatte, spielt seit 2017 für die Bayern. Der für 41,5 Millionen Euro verpflichtete Franzose konnte auch wegen Verletzungen bisher keine tragende Rolle in München übernehmen.

Das gelang dagegen Leon Goretzka, dessen Vertrag ebenfalls am 30. Juni 2022 ausläuft. «2020 hat er einen sehr großen Sprung gemacht, um das zu werden, was wir beim FC Bayern einen Schlüsselspieler nennen», sagte Rummenigge. «Ich hoffe, dass er auf der zweiten Ebene, der moralisch empathischen Ebene, auf welcher er sich ebenso hervorragend entwickelt hat, weiß, was man dem Verein in Zeiten von Corona zumuten kann. Ich mache da keinen Hehl daraus: Wir werden nicht alles mitmachen können und brauchen da auch das Verständnis der Spieler.»

Die Zeit der ganz großen Verträge ist nach Rummenigges Ansicht vorbei. «Durch Corona werden Korrekturen jetzt sicherlich unvermeidlich sein», sagte der 65-Jährige.

Nach dem Bundesliga-Spiel am Freitag bei Hertha BSC steht für die Münchner die Club-WM an. Am Montag geht es im Halbfinale gegen Al Ahly SC aus Ägypten, bei einem Sieg steht am Donnerstag das Endspiel an. «Unsere Mannschaft und unser Trainer wollten die Club-WM unbedingt spielen, um die Möglichkeit zu haben, dort Geschichte zu schreiben», sagte Rummenigge in «tz» und «Münchner Merkur».

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