2. Liga Montagsspiel
Kiel springt auf Platz sechs - St. Pauli in Not

Kiel (dpa) - Holstein Kiel ist mit einem Sieg im Nordderby auf den sechsten Platz der 2. Fußball-Bundesliga vorgerückt.

Montag, 10.02.2020, 22:50 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 22:52 Uhr
Holstein Kiels Salih Özcan (r) und Phil Neumann feiern Özcans Tor zum 1:0 gegen den FC St. Pauli. Foto: Christian Charisius

Die Mannschaft von Trainer Ole Werner siegte am Montag gegen den FC St. Pauli 2:1 (1:0) und legte mit sieben Punkten aus drei Spielen einen starken Start ins Jahr 2020 hin. Bei den Hamburgern werden dagegen die Abstiegssorgen immer größer, nur noch ein Zähler trennt den Tabellen-15. vom Relegationsrang. Salih Özcan (30. Minute) und Janni Serra (69.) schossen den Kieler Sieg heraus, der zwischenzeitliche Ausgleich durch Henk Veerman (51.) war für St. Pauli zu wenig. Veerman verschoss in einer turbulenten Nachspielzeit noch einen Handelfmeter (90.+4).

Vor 14.129 Zuschauern im Holstein-Stadion war der Treffer von Veerman Am Ende zu wenig für den Kiezclub. Die Hamburger warten nun schon fast ein Jahr auf einen Auswärtssieg. Veerman verschoss in einer turbulenten Nachspielzeit noch einen Handelfmeter (90.+4). Danach hatte St. Pauli noch eine weitere Großchance, doch die Kieler konnten einen indirekten Freistoß aus knapp fünf Metern noch entschärfen.

Grünes Licht für das Match hatten die zuständigen Behörden in Kiel am Montagmittag erteilt, nachdem das Orkantief «Sabine» seinen Höhepunkt am Sonntagabend hatte, ohne Schäden im Stadion zu hinterlassen. Die Gäste traten die rund 100 Kilometer lange Anreise wie geplant erst am Spieltag an und verbrachten die Zeit in einem Tageshotel. Als sie auf dem Rasen standen, schienen sie den Anpfiff allerdings verschlafen zu haben.

Holstein indes steigerte sich zunehmend und hätte nach einem fatalen Rückpass von St. Pauli-Stürmer Veerman durch Emmanuel Iyoha fast die Führung erzielt, doch der für Fabian Reese ins Team gerückte Stürmer scheiterte an Robin Himmelmann (21). St. Paulis Keeper parierte kurz darauf auch Jonas Mefferts Schuss (27.), gegen den frei stehenden Özcan war er aber machtlos. St. Pauli gelang offensiv fast nichts.

Nach dem Wechsel ging ein Ruck durch das Gäste-Team, für das der starke Veerman die erste richtige Chance zum Ausgleich nutzte. Danach wurde St. Pauli besser, doch der gerade erst eingewechselte Serra kam gegen die schläfrige Abwehr zu einem leichten Kopfballtor. St. Paulis Coach Jos Luhukay wechselte in der Schlussphase noch zwei weitere Offensivkräfte ein, doch das änderte nichts mehr an dem neuerlichen Rückschlag für die auswärtsschwachen Gäste.

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