Fußball
Duisburg setzt weiter auf Lieberkecht und Grlic

Duisburg (dpa/lnw) - Trotz des geplatzten Traums von der Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga will der MSV Duisburg an der sportlichen Führung mit Trainer Torsten Lieberknecht und Sportdirektor Ivica Grlic festhalten. Allerdings muss der Fußball-Drittligist, der die Saison als Tabellen-Fünfter abschloss und die Aufstiegsrelegation knapp verpasste, einen harten Sparkurs einschlagen. «Wir werden sicherlich keinen höheren Etat aufstellen können», sagte MSV-Präsident Ingo Wald der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Montag-Ausgabe) mit Blick auf eine weitere Saison in der 3. Liga.

Montag, 06.07.2020, 11:13 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 11:22 Uhr
Duisburgs Trainer Torsten Lieberknecht gestikuliert. Foto: Bernd Thissen

Schon die Beendigung der am Wochenende abgelaufenen Rest-Spielzeit ohne Zuschauereinnahmen machte dem finanziell angeschlagenen Revierclub schwer zu schaffen, sagte Wald. Das Geschäftsjahr schlossen die Meidericher mit einen Fehlbetrag von rund drei Millionen Euro ab. In der vorigen Saison betrug der Etat gut vier Millionen Euro, der nach ersten Schätzungen auf etwa drei Millionen Euro eingedampft werden muss. Zumal noch nicht klar ist, wann wegen der Corona-Pandemie Fans zurück ins Stadion dürfen. «Wir haben keine Planungssicherheit», gestand der 62-jährige Wald.

Nicht zuletzt auch aus finanziellen Erwägungen wäre es unklug, sich von Grlic, dessen Vertrag gerade erst verlängert wurde, und Lieberknecht (Vertrag bis 2021) zu trennen. Zudem leistete das Duo gute Arbeit. Grlic betonte, umworbene Spieler «nicht um jeden Preis» verkaufen zu wollen. So geht der schwierige Spagat, den Grlic als «Herkulesaufgabe» bezeichnet, weiter: Der MSV muss sparen, will aber eine Mannschaft um Stammkräfte und Talente aufbauen, die erneut um den Zweitliga-Aufstieg mitspielen kann. Der erste Abgang steht auch schon fest: Eigengewächs Migel-Max Schmeling wird den Club verlassen.

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