Aus im FA Cup
Chefcoach Klopp trotz Liverpool-Pleiten entspannt

Nach der ersten Niederlage in der Premier League verliert der FC Liverpool auch im FA Cup und scheidet durch ein 0:2 beim FC Chelsea aus. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp will sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Mittwoch, 04.03.2020, 13:02 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 13:04 Uhr
Jürgen Klopp scheiterte mit dem FC Liverpool im FA Cup am FC Chelsea. Foto: Ian Walton

London (dpa) - Nervosität kommt bei Liverpools Coach Jürgen Klopp nicht auf. Auch nicht nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage in vier Spielen.

«Ich mache mir keine Sorgen um den Schwung», sagte Klopp nach dem 0:2 (0:1) beim FC Chelsea und dem damit verbundenen Aus im FA Cup. «Schwung bekommt man nicht geschenkt, den muss man sich holen, um ihn zu halten. Und wir können ihn uns jederzeit zurückholen.»

Am Sonntag hatte der FC Liverpool in der Premier League die erste Saisonpleite kassiert - ein überraschend deutliches 0:3 beim Abstiegskandidaten FC Watford. Gegen Chelsea erkannte Klopp immerhin einen Aufwärtstrend bei seinem Team. «Der Auftritt heute Abend war ganz anders als in Watford», sagte der 52-Jährige nach dem Pokal-Aus bei Bayern Münchens Champions-League-Gegner. «Gegen Watford war es wirklich schlecht, heute war es nicht schlecht. Es war ein wirklich super intensives Spiel.»

Der frühere England-Profi und TV-Moderator Gary Lineker scherzte bei Twitter über eine nun drohende Entlassung des beliebten Trainers: «3 Niederlagen in 4 Spielen für Liverpool. Klopp raus?» Die Chancen, dass es für Liverpool und Klopp eine erfolgreiche Saison wird, stehen aber nach wie vor bestens. Als Tabellenführer mit 22 Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Manchester City ist den Reds der erste Meistertitel seit 30 Jahren kaum noch zu nehmen.

Außerdem hat Liverpool in der Champions League die Möglichkeit, seinen Titel zu verteidigen. Dazu muss das Starensemble um Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino aber im Achtelfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid ein 0:1 aus dem Hinspiel wettmachen. Um zu vermeiden, dass seine Reds sich nach dem Ligapokal und FA Cup auch aus der Königsklasse verabschieden, muss Klopp auch die Abwehrprobleme der vergangenen Wochen in den Griff bekommen.

«Es lief bislang so gut für uns, weil wir hervorragend verteidigt haben», erklärte er nach der Enttäuschung in London. «Normalerweise bekommst du gegen uns nicht so viele Chancen. Aber wir müssen zugeben, dass wir in den letzten drei - vielleicht vier - Spielen absolut zu viele Tore kassiert haben. Das ist wahr.»

Die nächste Gelegenheit, sich ihren Schwung zurückzuholen, haben die Reds am Samstag in der Liga gegen den AFC Bournemouth, der als Tabellen-18. auf einem Abstiegsplatz steht. Klopp ist optimistisch. «Die Jungs sind stark, sie haben so oft eine wunderbare Reaktion gezeigt, und jetzt müssen wir diese Reaktion wieder zeigen.» Vier Tage später steigt in Anfield der Champions-League-Kracher gegen Atlético. Auch da könnte Liverpool den Schwung gut gebrauchen.

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