Sportgerichtshof Cas
Man-City-Anhörung wegen Einspruch gegen Sperre ist beendet

Lausanne (dpa) - Nach dem Einspruch von Manchester City gegen die zweijährige Europapokal-Sperre wird eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs in der ersten Juli-Hälfte erwartet, teilte der Cas nach dem Ende der Anhörung in Lausanne mit.

Mittwoch, 10.06.2020, 17:37 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 17:40 Uhr
Über die zweijährige Europapokal-Sperre gegen Manchester City entscheidet der Internationale Sportgerichtshof im Juli. Foto: Frank May

Seit 8. Juni waren dort verschiedene Zeugen aus mehreren Ländern gehört worden. Die Anhörung fand per Videokonferenz unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte Manchester City für die kommenden zwei Jahre aus allen europäischen Wettbewerben verbannt, weil der Premier-League-Verein gegen die Regeln des Financial Fair Play verstoßen haben soll.

Nach Ansicht des Finanzkontrollgremiums der UEFA hat der Club zwischen 2012 und 2016 Gelder als Sponsoreneinnahmen aus Abu Dhabi deklariert, die tatsächlich von Man Citys Haupteigner, Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, gezahlt wurden. Die Clubverantwortlichen bestreiten die Vorwürfe.

Sollte der Cas die zweijährige Sperre - und zudem ein Bußgeld in Höhe von 30 Millionen Euro - bestätigen, droht dem Fußballmeister von 2018 und 2019 der Weggang mehrerer Stars. Coach Pep Guardiola hatte hingegen betont, er wolle in jedem Fall bleiben. Obendrein könnte auch der Verein noch von der Premier League bestraft werden.

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