DFB-Direktor
Bierhoff warnt vor Verschwörungstheorien: «Wachsam sein»

Berlin (dpa) - DFB-Direktor Oliver Bierhoff hält auch Fußball-Profis empfänglich für Verschwörungstheorien und will die Nationalspieler künftig mit Vorträgen und Diskussionen dagegen sensibilisieren.

Dienstag, 02.06.2020, 11:43 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 11:46 Uhr
Will die Nationalspieler sensibilisiern: Oliver Bierhoff, DFB-Direktor. Foto: Andreas Arnold

«Erst kürzlich habe ich mich dazu mit einem unserer Spieler unterhalten. Solche Verschwörungsgeschichten kommen zum Teil auch bei ihnen an», sagte der ehemalige Europameister in einem Interview von «t-online.de». «Wir müssen gemeinsam wachsam sein. Ich sehe es als unsere Aufgabe, immer wieder Themen mit unseren Spielern zu besprechen, die wichtig für die Gesellschaft sind.»

Schon im Herbst könnte beim erhofften ersten Länderspiel-Termin nach der Coronavirus-Pause von Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw auch darüber gesprochen werden. «Wenn unsere Mannschaften demnächst wieder zusammenkommen, könnte das auch ein Thema sein. Grundsätzlich haben wir als DFB einen Wertekodex, der unter anderem gegenseitigen Respekt, Toleranz und Solidarität beinhaltet. Das ist mit Verschwörungs-Schwachsinn unvereinbar», sagte Bierhoff.

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