Nach Covid-19-Erkankung
U21-Nationalspieler Kilian kritisiert Corona-Gegner

Wiesbaden (dpa) - Der im März an Covid-19 erkrankte U21-Nationalspieler Luca Kilian hat Kritik an Anti-Corona-Demonstrationen geübt.

Mittwoch, 02.09.2020, 17:22 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 17:26 Uhr
Erkrankte an Covid-19: U21-Nationalspieler Luca Kilian. Foto: Patrick Seeger

«Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass so viele Menschen für solche Demonstrationen zusammenkommen. Und das, ohne Masken und ohne Abstand zu halten. Dafür habe ich als jemand, der mit Covid-19 infiziert war, wirklich überhaupt kein Verständnis», sagte der vom SC Paderborn zu Mainz 05 gewechselte Fußball-Profi in einem Interview bei «ran.de».

Der 21-Jährige war im März der erste bekannt gewordene Corona-Fall in der Fußball-Bundesliga. «Es hat mich damals schon ziemlich heftig zerlegt. Mit den heutigen Erkenntnissen würde man wohl sagen, dass ich mich doch schwerwiegender mit dem Virus infiziert hatte. Dementsprechend habe ich einige Tage richtig flach gelegen», sagte Kilian. «Ich habe mich damals einfach ins Bett gelegt, mir sehr viel Ruhe gegönnt und nach 10 bis 14 Tagen war ich dann endlich frei von Symptomen. Es hat also schon eine Weile gedauert, was eben auch dafür spricht, dass mich das Corona-Virus heftiger erwischt hat.»

An diesem Donnerstag steht für Kilian und die deutsche U21-Nationalmannschaft gegen Moldau das erste Länderspiel seit fast zehn Monaten an. «Moldau ist für uns eine absolute Pflichtaufgabe. Diese müssen wir aber mit der notwendigen Seriosität angehen und von der ersten Sekunde an zeigen, dass es in diesem Spiel nur einen Sieger geben kann. Und dann geht es eben nach Belgien», sagte der Innenverteidiger. Belgien führt die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf Deutschland an, hat aber auch schon ein Spiel mehr absolviert. Das Hinspiel hatte die deutsche Mannschaft im November 2:3 verloren.

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