Mahnender Nationalspieler
Gündogan über Covid-19-Erkrankung: «Psychische Belastung»

Berlin (dpa) - Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan (30) hat nach überstandener Covid-19-Erkrankung appelliert, die Hygieneregeln einzuhalten.

Mittwoch, 02.12.2020, 10:23 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 10:27 Uhr
Erkrankte an Covid-19: Nationalspieler Ilkay Gündogan. Foto: Robert Michael

Da er selbst betroffen war, habe sich seine Sichtweise auf die Krankheit drastisch geändert. «Ich will mir nicht vorstellen, was diese Krankheit mit Menschen macht, die nicht so gesund und nicht so jung sind wie ich. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen verantwortungsvoll damit umgehen, Masken tragen, sich an Schutzmaßnahmen halten und soziale Kontakte an zweite Stelle zu stellen», sagte der Profi in einem Video für die Aufklärungskampagne des Bundesministeriums für Gesundheit.

«Als ich die Diagnose von unserem Doktor bekommen habe, war ich extrem verunsichert. Und ich wusste nicht, was auf mich zukommt», räumte der Profi von Manchester City ein. Er habe im September sehr starke Symptome gespürt, und als er dann die Diagnose erfuhr, «war das auch noch mal psychisch eine ganz andere Belastung», gab der Ex-Dortmunder zu.

Als er erfuhr, dass er die Krankheit habe, war «das sehr beängstigend und verunsichernd. Ich hatte anfangs Fieber, Gliederschmerzen - sehr stark ausgeprägt - Halsschmerzen, Kopfschmerzen, nach einer Woche kam dann auch noch Geschmacksverlust hinzu, der zwei Wochen angehalten hat», schilderte Gündogan. Er habe sich ständig müde gefühlt, «es war körperlich extrem anstrengend. Ich hatte das Gefühl, dass mein Immunsystem komplett runterfährt.» Er habe nach fast jedem Training einen Mittagsschlaf gemacht, was er früher nie getan habe. «Es hat eine Weile an mir gezerrt, bis ich komplett wieder fit war.»

© dpa-infocom, dpa:201202-99-541541/2

Nachrichten-Ticker