Gescher
Kein Vertrag mit Fußball-Gott

Gescher. In der letzten Sekunde der Nachspielzeit kochten die Emotionen noch einmal hoch. Mit dem Mut der Verzweiflung schlugen die Gastgeber die Kugel in den Strafraum. Marius Upgang-Rotert und Jose Carlos da Silva Fernandes, der Torwart von Vorwärts Epe, stiegen gemeinsam hoch und gegen ebenso gemeinsam zu Boden – der Schnapper mit dem Ball, der SV-Stürmer mit Brummschädel, weil vom Fuß des Keepers am Kopf getroffen. Schiri Norbert Buss löste die Situation kurzerhand mit dem Schlusspfiff und besiegelte eine weitere Niederlage des SV Gescher – eine, die an diesem Nachmittag gewiss nicht verdient war. „Wenn es einen Fußball-Gott gibt“, schüttelte Frank Schulz den Kopf, „dann ist er sicher nicht bei uns.“

Montag, 22.10.2018, 09:36 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 21.10.2018, 21:33 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 22.10.2018, 09:36 Uhr
Ein paar schmerzhafte Begegnungen hatte Matthias Efsing (rechts) mit Luca Laufer: Erst traf der Vorwärts-Stürmer doppelt ins Tor und dann mit seinem Fuß das Gesicht des SV-Kapitäns. Foto: Frank Wittenberg

Tatsächlich war in diesem auf dem Papier ungleichen Duell zwischen dem Kellerkind und einem Spitzenteam viel mehr drin als dieses bittere 2:3. „Natürlich war Vorwärts Epe technisch und spielerisch besser“, erklärte der SV-Trainer. „Aber meine Jungs haben das toll gemacht und nie aufgegeben.“ Beim 0:2 und 1:3 schien das Ding gelaufen, doch beide Male kamen die Gescheraner zurück – aber eben nicht mehr ganz heran.

Nachdem Epe mit einem 17-Meter-Schuss von Umut Berke, den Alexander Trogemann über die Latte lenkte (28.), die beste Chance der ersten halben Stunde besessen hatte, fiel in der 32. Minute tatsächlich die Führung für die Gäste: Florian Albers hob den Ball in den Strafraum, wo Luca Laufer schneller als der herausstürzende Alexander Trogemann war und zum 0:1 traf. Das war zugleich der Pausenstand.

Nur drei Minuten nach Wiederbeginn schien das Ding gelaufen. Marco Ostendarp trat unglücklich auf den Ball und stürzte, Umut Berke bedankte sich und zog in den Strafraum – der schnelle Vorwärts-Angreifer scheiterte an Alexander Trogemann, aber den Abpraller setzte Luca Laufer zum 0:2 unter die Latte. „Das waren wieder total unglückliche Gegentore“, ärgerte sich Frank Schulz. Doch die Hoffnung kam schnell zurück: Raphael Busert passte in der 55. Minute in die Mitte, wo Leon Bürger den Ball, abgefälscht von Matthias Naber, zum 1:2 versenkte.

Und dann waren sie da, die Riesenchancen zum Ausgleich: Thomas Lanfer ließ in der 58. Minute nach Flanke von Patrick Sträter den Pfosten scheppern, dann zielte Raphael Busert haarscharf vorbei (73.) und scheiterte an einer tollen Reaktion des Vorwärts-Keepers (76.). „Wir belohnen uns einfach nicht für einen tollen Auftritt“, war Schulz traurig über die vergebenen Möglichkeiten – und über das 1:3, das Umut Berke nach einem Konter markierte (81.). Der A-Jugendliche Eric Sundrum verkürzte in der 90. Minute per Kopf nach einer Ecke noch einmal auf 2:3, mehr gelang aber nicht – und dem Trainer blieb nicht mehr als ein dickes Lob: „Ein tolles Spiel von uns“, betonte Schulz. „Aber leider keine Punkte.“ 7 SV Gescher – Vorwärts Epe 2:3; Tore: 0:1 und 0:2 Luca Laufer (32., 48.), 1:2 Leon Bürger (55.), 1:3 Umut Berke (81.), 2:3 Eric Sundrum (90.).

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