Gescher
SV Gescher startet den Höhenflug

Gescher. Tief stand die Sonne über dem Sportplatz in Buldern, als der Schlusspfiff von Schiri Julius Beck ertönte. Aus und vorbei. Frank Schulz eilte auf den Kunstrasen, klatschte jeden Spieler einzeln ab und freute sich riesig über den Dreier.

Montag, 25.03.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 06:20 Uhr
Wer springt höher: Mugdad Ismail (links), das Geburstagskind aus Gescher, beim Kopfball-Duell mit Yannick Dresemann (links) aus Buldern. Foto: Ulrich Hörnemann

„Das war ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt“, sagte er, „und dieser 2:0-Sieg geht auch zu hundert Prozent in Ordnung.“ Schulz, ein Temperamentsbolzen, war diesmal die Ruhe selbst, weil er von Anfang an ein gutes Gefühl und kein nervöses Kribbeln verspürte. „Ich wusste, dass meine Jungs super drauf sind“, meinte er, „das haben sie hier und heute eindrucksvoll bewiesen.“ In der Tat: Seine Kadetten schlugen eiskalt zu, als sich die Gelegenheit bot.

Das Schlusslicht war chancenlos gegen eine Gescheraner Mannschaft, die gleich in der Anfangsphase für glasklare Verhältnisse sorgte. Leon Bürger, der Doppel-Torschütze, führte seine Kollegen mit zwei blitzsauberen Treffern, den einen mit dem starken rechten Fuß (5. Minute), den anderen per Kopf (14.), auf gewinnbringenden Kurs. Mugdad Ismail (27.), der just an diesem Spieltag 22 Jahre alt wurde, wäre fast noch das 3:0 gelungen.

Nach dem 2:0-Pausenstand pro Gescher mussten die Hausherren im zweiten Durchgang mehr riskieren. O-Ton Frank Schulz: „Darauf haben wir gewartet.“ Die Gäste ließen sich weit in die eigene Hälfte zurückfallen, lockten den Gegner, um ihn dann mit blitzschnellen Konterangriffen zu foppen. Noch mal Schulz: „So war der Plan.“ Doch er ging nicht auf, weil die durchaus vorhandenen Möglichkeiten nicht konsequent genug ausgespielt wurden.

Patrick Sträter (72.) tAuchte frei im Sechzehner auf, scheiterte allerdings an Keeper Fabian Püth, der geschickt den Winkel verkürzte und parierte. Wiederum Sträter (83.) leitete die letzte große Chance ein, als er dem Geburtstagskind Mugdad Ismail ein Tor an seinem Ehrentag auflegen wollte. Philipp Klaas bekam jedoch seinen Fuß dazwischen und verhinderte Schlimmeres.

Die Bulderaner, die nie aufsteckten, wären zwischendurch fast zum Anschlusstreffer gekommen. Stefan Ostendarp (74.) hatte den richtigen Riecher und rettete auf der Torlinie für den bereits geschlagenen Alex Trogemann.

Mit dem vierten Sieg im vierten Meistershaftsspiel in diesem Jahr ist der SV Gescher aus dem Keller der Bezirksliga schnurstracks ins Mittelfeld geklettert. „Aber das will nichts heißen“, warnte Frank Schulz bei allem Jubel, „wir müssen weiter punkten.“ Dann dachte er an den Saisonendspurt, wenn mit Sportfreunde Merfeld, SC Reken, TuS Haltern II, Vorwärts Epe, Spitzenreiter DJK Coesfeld-VBRS, SV Lippramsdorf und Herbstmeister Rot-Weiß Deuten die dicken Kaliber kommen. Bis auf Lippramsdorf sind es allesamt Gegner, die vor den Gescheranern platziert sind.

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