Gescher
Krönung einer starken Saison

Gescher. Leicht wird die Aufgabe nicht, aber das hat er auch nicht erwartet. „Einige meiner Spielerinnen haben den Gegner beobachtet“, sagt Maik Höing, der selbst aber auf eine Spionagetour verzichtet hat. Denn ganz gleich, wo die Stärken und Schwächen des SV Wanne 1911 liegen – „wir werden unsere Spielphilosophie nicht ändern.“ Was die Frauenfußballerinnen des SV Gescher die gesamte Saison über stark gemacht hat, soll auch am Sonntag (16. 6.) in die Waagschale geworfen werden, wenn im Entscheidungsspiel um den Bezirksliga-Aufstieg das i-Tüpfelchen gesetzt werden kann.

Freitag, 14.06.2019, 10:50 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 13:52 Uhr
Wichtig im Mittelfeld des SV: Yvonne Hörnemann. Foto: az

Drei Wochen liegt der letzte Spieltag der aktuellen Saison zurück, an dem sich die Gescheranerinnen den zweiten Platz in der Kreisliga A gesichert haben. Drei Wochen ohne Spiel – nicht optimal, gibt der Trainer zu. „Es war nicht ganz einfach, die Spannung zu halten“, erklärt Höing. „Aber wir haben ein Ziel vor Augen.“ Und das ist diese entscheidende Partie am Sonntag in Herne, in der sie nach nur einem Jahr die Rückkehr in die Bezirksliga perfekt machen können.

Damit war vor dem Start nicht unbedingt zu rechnen. Höchst unglücklich waren die SV-Frauen einige Wochen zuvor abgestiegen, weil wegen der Reduzierung der Bezirksligen gleich fünf von 15 Mannschaften die Klasse verlassen mussten. „Die Hinrunde war noch sehr gut, dann hat das Verletzungspech zugeschlagen“, erinnert sich Maik Höing. Also ging es runter in die A-Liga, wo das Ziel lautete, sich in den Top vier zu etablieren. „Wir wussten um die Klasse des SuS Legden und hatten auch Union Wessum II und GW Hausdülmen auf der Rechnung.“ Letztlich sei Legden völlig verdient Meister geworden – aber mit fünf Punkten Rückstand bei 21 Siegen in 26 Spielen und einem Torverhältnis von 90:21 hat sich der SV Platz zwei gesichert, der nun zur Relegation berechtigt.

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Torgefährlich: Philine Barden (rechts) war mit 24 Treffern in der abgelaufenen Saison die beste Schützin bei SV Gescher - auf ihre Buden hoffen sie auch am Sonntag. Foto: az

Genau das sehen sie als Bonus an. Eine starke Saison haben sie hingelegt, das kann ihnen keiner mehr nehmen. Jetzt könnte Maik Höing sein erstes Trainerjahr schon mit dem Aufstieg krönen: Im Sommer hat der 36-Jährige das Kommando vom langjährigen Macher Manni Wies übernommen. „Vor 13 Jahren hatte ich schon einmal kurzzeitig die Verantwortung bei den Damen, ehe ich das berufsbedingt abgeben musste“, erzählt er. „Daran haben sie sich im Verein offenbar erinnert.“

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Immer für einen Treffer gut: Nina Hayck Foto: az

Und diesen Verein können sie zum vierten Mal binnen kurzer Zeit in Feierlaune versetzen. Die zweite und vierte Mannschaft sowie die A-Junioren haben den Aufstieg bereits perfekt gemacht, jetzt können die Frauen, die auf große Unterstützung aus Gescher hoffen, das nächste Glanzlicht setzen. „Wenn nicht, geht die Welt nicht unter“, gibt sich Maik Höing gelassen. Aber Lust auf eine weitere Sause hätten sie schon. 7 Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz Hauptstraße 389 (Kunstrasen) in Herne.

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