Fußball: Andreas Kersten und Sebastian Scheinig verlängern in Hochmoor
Ein Duo hält SuS auf Kurs

Hochmoor. Die Frage, ob sie überhaupt in dieser Konstellation weitermachen wollen, stellte sich erst gar nicht. „Das waren kurze Gespräche“, lächelt Sebastian Scheinig. „Andere Überlegungen gab es nicht.“ Es passt zwischen ihm und Andreas Kersten, und es passt auch zwischen den Trainern und der Mannschaft – deshalb wird das Duo auch in der kommenden Saison 2020/21 die Verantwortung beim B-Ligisten SuS Hochmoor übernehmen.

Mittwoch, 08.01.2020, 11:12 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 11:20 Uhr
Hofft nach seiner Knieverletzung auf ein Comeback in der Rückrunde: Andreas Kersten. Fotos: fw Foto: az

Das funktioniert prima, und es macht Spaß. Dennoch haben sie sich nicht nur von Fußball-Obmann Ferdi Greving die Rückmeldung geholt, sondern auch von den Spielern selbst. „Die Signale waren sehr positiv“, freut sich Kersten. Ein Veto musste er allerdings einstecken, denn seine fast vierjährige Tochter Jule hatte sich durchaus dafür ausgesprochen, dass der Papa künftig sonntags mehr Zeit haben möge. Gemeinsam mit seiner Frau Theresa ist es aber gelungen, die Kleine vom Sinn des Hobbys Fußball zu überzeugen.

Ein Hobby, das umso mehr Spaß macht, wenn sich Erfolge einstellen. Die hatten sie reihenweise in der Hinserie, auch wenn ihnen am Ende etwas die Luft ausgegangen ist. „Das hatte sich ab der Hälfte der Hinrunde schon im Training abgezeichnet“, verweist Scheinig auf viele Ausfälle durch Verletzungen oder berufliche Gründe. „Oft waren die Leistungen aber gut.“ Zwischenzeitlich thronte der SuS an der Tabellenspitze, überwintert nun als Fünfter – mit lediglich drei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter SG Coesfeld 06 II. Alles ist noch eng beisammen. Sogar so eng, dass zwischen Platz eins und acht lediglich sechs Zähler liegen. „Auch die anderen Mannschaften haben zwischendurch geschwächelt“, bilanziert Andreas Kersten. „Wir haben einige Punkte fahrlässig verschenkt, sind aber nicht unzufrieden.“

Eng, das ist auch das Stichwort, wenn die beiden Trainer auf das Personal blicken. Regelmäßig glich die Aufstellung einem Puzzle, immerhin häufig mit Verstärkung aus der zweiten und dritten Mannschaft. „Johannes Hähner wird mit seiner Fußverletzung noch fast drei Monate ausfallen“, blickt Scheinig voraus. Taulant Hima soll nach seiner Knieverletzung sein Comeback feiern – und dann sind da noch die beiden Trainer selbst, die wochen- beziehungsweise monatelang passen mussten. Sebastian Scheinig hatte sich im Olfen-Spiel Mitte Oktober am Fuß verletzt und will nun wieder anpacken: „Auch wenn das mit 37 Jahren nach Verletzungen nicht einfacher wird.“ Andreas Kersten hatte es noch härter getroffen, gleich am ersten Spieltag mit einem Meniskusschaden im Knie und OP. „Ich bin wieder locker dabei“, fiebert er der Rückkehr aufs Feld entgegen. „Im Laufe der Rückrunde sollte das klappen.“

Wobei ohnehin gilt: Es müssen nicht beide Trainer gleichzeitig auf dem Platz mitmischen. „Wenn wir das Gefühl haben, dass wir der Mannschaft konkret weiterhelfen, kann es passieren, dass wir beide spielen“, erklärt Scheinig. „Grundsätzlich müssen aber die jungen Spieler mehr und mehr die Verantwortung übernehmen.“ Denn auch das hat sich das Trainer-Duo auf die Fahne geschrieben: Der Umbruch im Kader mit mehreren Spielern um die 30 und älter wird kommen, und den soll der SuS Hochmoor mit möglichst viel Spaß und Erfolg bewältigen.

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