Bezirksliga: SV Gescher setzt sich 3:1 gegen TuS Wüllen durch
„Drecksspiel“ mit Traumtor

Gescher. Plötzlich war die Leichtigkeit zurück. Ballgewinn Marco Ostendarp, und dann geht es ebenso schnell wie spektakulär: Pass auf Stefan Ostendarp, der zurück auf seinen Bruder Marco, punktgenauer Pass in die Schnittstelle auf Arne Reddemann, der eiskalt verwandelt – dieses 3:0 gehörte nicht in die Kategorie Bezirks-, sondern Weltklasse. Und es war Entschädigung für eine zähe Geschichte, denn Hendrik Maduschka machte kein Geheimnis daraus: „Das war heute ein Drecksspiel.“ Aber eines, das der SV Gescher trotz aller Probleme mit 3:1 gegen den TuS Wüllen gewann.

Montag, 19.10.2020, 09:15 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 09:20 Uhr
Entwischt: Jonas Kemna (rechts) setzt sich mit Tempo im Duell gegen den Ex-Gescheraner im Wüllener Trikot, André Dumpe, durch. Fotos: fw Foto: az

Dabei hatten die Gescheraner einen perfekten Start erwischt – der sich allerdings anschließend auch als Hindernis erwies. Denn dieses frühe 1:0, das Marius Upgang-Rotert mit einem abgefangenen Ball einleitete und Marco Ostendarp nach Querpass von Leon Bürger vollendete, schien dem SV nicht so richtig gut zu bekommen. „Alle dachten, das läuft nach Plan“, stellte Maduschka fest. „Allerdings dachten die Jungs das auf dem Platz offenbar auch.“ Was zur Folge hatte, dass die Gastgeber unbewusst einen Gang rausnahmen. „Wir haben die Kontrolle abgegeben, sind viel hinterhergelaufen und nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen“, gab der Trainer zu. Auch wenn Jonah Ploss nach einem feinen Konter (31.) und Arne Reddemann nach Vorarbeit von Leon Bürger mit einem Schuss an den Außenpfosten (44.) durchaus das zweite Tor hätten nachlegen können.

Ein 2:0 hätte die Sache einfacher gemacht, so aber sahen sich die Gescheraner in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit dem Dauerdruck der Gäste ausgesetzt. Die Wüllener, bei denen Spielertrainer Johannes Dönnebrink verletzt nur zusehen konnte, belagerten das Tor von Alexander Trogemann, holten eine Vielzahl an Standards heraus, trafen aber nicht – auch nicht bei der Großchance in der 69. Minute, als Sebastian Sicking einen Schuss von Christopher Behrendt noch zur Ecke klärte. „Da hätte das 1:1 fallen können“, atmete Maduschka durch.

Wie es besser geht, zeigte der SV nur drei Minuten später auf der anderen Seite: Auf Steilpass von Leon Bürger spitzelte Marius Upgang-Rotert, der kurz zuvor per Fallrückzieher zu hoch gezielt hatte, den Ball an Robin Nolte und Torwart Hendrik Vortkamp vorbei zum 2:0 ins Netz – „der Brustlöser“, stellte Hendrik Maduschka fest. In der 84. Minute ließen die Gastgeber besagtes Zaubertor zum 3:0 folgen, das Ehrentor der Gäste durch Niklas Fedder Sekunden vor dem Abpfiff diente nur noch als Ergebniskosmetik. 7 SV Gescher – TuS Wüllen 3:1; Tore: 1:0 Marco Ostendarp (4.), 2:0 Marius Upgang-Rotert (72.), 3:0 Arne Reddemann (84.), 3:1 Niklas Fedder (90.+2).

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