Fußball: Jochen Kloster freut sich auf gute Perspektive in Hochmoor
Bezirksliga-Trainer für den SuS

Hochmoor. Der Weg zurück von der Bezirksliga in die Kreisliga B ist nichts, was er in irgendeiner Form als sportlichen Abstieg empfindet. Denn in welcher Klasse er letztlich arbeitet, ist für Jochen Kloster zunächst zweitrangig. „Entscheidend ist doch, was ich im Verein bewegen kann“, sagt er. Die Perspektive muss stimmen – und deshalb hat sich der 40-Jährige, der aktuell im dritten Jahr für den ASV Ellewick verantwortlich ist, für den SuS Hochmoor entschieden, wo er im kommenden Sommer die Verantwortung von Andreas Kersten und Sebastian Scheinig übernimmt.

Mittwoch, 02.12.2020, 07:10 Uhr
Genauer Beobachter an der Seitenlinie: Ab dem kommenden Sommer wird Jochen Kloster für den B-Ligisten SuS Hochmoor verantwortlich sein. Foto: Sascha Keirat

Für den SuS ist es der perfekte Coup. Früh schon war klar, dass sich die Verantwortlichen nach einem neuen Trainer umsehen müssen, denn Kersten und Scheinig hatten schon im Sommer angekündigt, dass nach dieser Spielzeit Schluss sein würde. „Daraufhin hatten wir verschiedene Kandidaten auf der Liste“, berichtet Denis Koopmann. Der langjährige Trainer beim SuS und der DJK Coesfeld hat Fußball-Obmann Ferdi Greving bei der Suche tatkräftig unterstützt. Weil Jochen Kloster ebenfalls schon frühzeitig mitgeteilt habe, am Saisonende in Ellewick aufhören zu wollen, sei Kontakt zu ihm aufgenommen worden. „Einige Jungs von uns haben ohnehin einen guten Draht zu ihm, weil sie schon in der Jugend beim SV Gescher unter ihm trainiert haben.“

Ein erstes Gespräch führte Kloster mit Ferdi Greving, dann mit Denis Koopmann. „Innerhalb von zehn Tagen war alles gelaufen“, lächelt der Gescheraner, der in Ahaus wohnt. Was ihn überzeugt hat? „Beim SuS bekomme ich eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern, die ich entwickeln kann“, betont er. Auch im Umfeld gebe es engagierte Leute mit neuen Ideen – eben ein Gesamtpaket, das ihn auch bei einem Club aus der B-Liga reize. Wobei der Sprung nach oben in die A-Liga nicht ausgeschlossen ist: Aktuell liegen die Hochmooraner auf Rang drei, nur einen Zähler hinter Arminia Appelhülsen und SG Coesfeld 06 II.

Dass Jochen Kloster eine Mannschaft nach vorne bringen kann, hat er in Ellewick eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Sommer 2018 heuerte er beim ASV an und holte mit dem A-Ligisten völlig überraschend den Vizemeistertitel hinter dem VfB Alstätte, nachdem das Team im Jahr zuvor noch den 13. Platz belegt hatte. Auch zum Zeitpunkt des Abbruch der Saison 2019/20 im März lagen die Ellewicker auf Platz zwei, diesmal hinter dem SV Heek – und wurden durch die Saisonwertung des Fußballverbandes in die Bezirksliga befördert, weil sie nach Abschluss der Hinrunde punktgleich mit dem Kontrahenten waren. „Ohne das Virus wäre es vielleicht nicht dazu gekommen, das muss man ganz ehrlich sagen“, gibt der 40-Jährige zu.

Dennoch: Auch in der Bezirksliga spielt der ASV bisher eine gute Rolle und belegt nach sieben Spielen mit einer ausgeglichenen Bilanz von je drei Siegen und drei Niederlagen sowie einem Unentschieden den neunten Rang. Trotzdem suchte er eine neue Herausforderung. „Nach drei Jahren ist es sicherlich nicht verkehrt, wenn ein neuer Trainer neue Ideen bringt“, sagt er. Sein Wissen will er künftig in Hochmoor einsetzen – sehr zur Freude der SuS-Verantwortlichen. „Jochen brennt für die Sache“, betont Denis Koopmann. „Er wird auch für eine positive Stimmung rund um den Verein sorgen.“

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