Rosendahl
Jürgen Meier, der Heimkehrer

Osterwick. Den Vertrag hat er bereits am Freitagabend unterschrieben. Jürgen Meier wird neuer Trainer beim A-Kreisligisten Westfalia Osterwick. „Ich kenn’ den Verein, war ja schon in der Saison 2002/2003 als Spielertrainer dort tätig“, erzählt er, „mit den Verantwortlichen habe ich sehr gute Gespräche geführt, wir sind auf einer Wellenlänge – das passt.“ Meier, ein agiler Fünfziger, der gestern Abend der Mannschaft vorgestellt wurde, freut sich auf „eine sportlich reizvolle Aufgabe“.

Mittwoch, 20.06.2018, 06:44 Uhr

Jürgen Meier, alter und neuer Trainer des A-Ligisten Westfalia Osterwick Foto: az

Daniel Kramer, Abteilungsleiter Seniorenfußball, ist froh, dass die Suche nunmehr ein Ende hat. „Jürgen Meier ist ein erfahrener Mann, genau passend für unsere junge Truppe.“ Er betont, dass Meier auch mit dem Umfeld bestens vertraut ist: „Mit Peter Fedders hat er früher noch zusammengespielt.“ Fedders ist jetzt Geschäftsführer im Verein. Auch Thomas Blakert, Co-Trainer unter Engin Yavuzaslan, der zum künftigen Bezirksligisten DJK Coesfeld-VBRS gewechselt ist, hat noch Seite an Seite mit Meier auf dem Platz gestanden. Nach seiner Zeit in Osterwick kehrte Jürgen Meier als Spielertrainer zurück zu seinem Stammverein Eintracht Gelsenkirchen, bei dem er einst als A-Jugendlicher den Sprung ins Oberliga-Team geschafft hatte. Weitere Trainer-Stationen waren der TuS Hordel (Verbandsliga), Arminia Sodingen (Bezirksliga), BV Herne-Süd (Bezirksliga) – zuletzt war er zwei Jahre bei Schwarz-Weiß Wattenscheid 08.

Mit den Wattenscheidern ist er von der Landesliga in die Bezirksliga abgestiegen, was mehrere Gründe hatte. „Wegen der schlechten Platzverhältnisse konnten wir im Winter wochenlang nicht vernünftig trainieren und mussten dann noch einen Nachholspiel-Marathon absolvieren“, erinnert sich Meier, „und wenn du ständig englische Wochen hast, gehst du früher oder später am Stock.“ Außerdem wurde ihnen ein Sieg aberkannt, weil ein nicht spielberechtigter Akteur eingesetzt wurde – und Verletzungspech kam obendrein hinzu.

Der SW Wattenscheid 08 wollte einen Neuanfang starten. Ohne Jürgen Meier, der den Abstieg gern repariert hätte, wie er selber sagt. Die Trennung erfolgte einvernehmlich. „Nun bin ich wieder in Osterwick gelandet“, bemerkt Meier, „der Kontakt zu meinem alten und neuen Verein ist eigentlich nie abgerissen.“ Er war es, der dem Klub damals seinen Nachfolger Olaf May empfohlen hatte. „Und als Christian Vörding im Sommer 2013 als Betreuer aufgehört hat, war ich auch bei seinem Abschiedsspiel dabei.“

Jürgen Meier weiß, was ihn erwartet. „Eine intakte und hungrige Mannschaft, die zu hundert Prozent aus Osterwicker Jungs besteht – und ein Verein, bei dem du in Ruhe arbeiten kannst“, erklärt Meier, der in Gelsenkirchen wohnt und den Aufwand nicht scheut: „Das sind 70 Kilometer Anfahrt, eine Dreiviertelstunde braucht man dafür. Und wenn’s mal ein Stündchen dauern sollte, ist es halb so wild.“ Er nimmt die Autobahnen 42 und 43, und dann geht’s weiter über die Landstraßen.

Mit 50 wird er natürlich nicht mehr spielen, sondern nur noch vom Seitenrand dirigieren. „Mit Tobias Pascher habe ich einen spielenden Co-Trainer“, erläutert Jürgen Meier sein Konzept, „Tobi ist auch mein Kapitän.“ Paschert wird ihn unterstützen, wie er das bereits bei Engin Yavuzaslan und davor bei Zoui Allali vorbildlich getan hat.

Die Platzverhältnisse in Osterwick seien „ein absoluter Traum“, preist Meier den Natur- und Kunstrasen. „Hier ist im Winter kein einziges Spiel ausgefallen“, berichtet er, „das war in Wattenscheid anders, da waren die Bedingungen katastrophal. Bereits im November fing das an mit den Spielabsagen.“ In Osterwick findet er optimale Bedingungen vor und eine gut geführten Klub, mit Leuten in der Fußballabteilung, die selber gespielt haben und das nötige Know-how mitbringen. „Das weiß ich zu schätzen“, so Meier, „deshalb hab’ ich auch nicht lange überlegt und sofort zugesagt.“ Am 1. Juli beginnt sein Job. Dann ist Trainingsauftakt im Westfalia-Stadion.

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