Rosendahl
Torminator Marius Borgert

Darfeld / Coesfeld. Auf dem Weg in die Kabine überlegte er hin und her. Marius Borgert brauchte ein paar Sekunden Bedenkzeit. „Wann ich das letzte Mal fünf Tore am Stück geschossen habe?“, marterte er seine grauen Zellen, „eine schwierige Frage.“

Montag, 09.09.2019, 06:14 Uhr
Auf und davon: Marius Borgert, der Knipser aus Coesfeld, schüttelt Patrick Grotthoff (links) ab. Fotos: uh Foto: az

Denis Koopmann wollte ihm helfen: „Im Training jedenfalls nicht“, sagte sein Coach. „Wie denn auch“, meinte Borgert, „so selten wie ich da bin.“ Dann dachte er angestrengt nach: „In diesem Jahr im Kreispokal-Halbfinale gegen TSG Dülmen waren’s sogar sechs“, präsentierte der Goalgetter von DJK Coesfeld-VBRS die Lösung, „in der Landesliga gegen Wolbeck hab’ ich viermal getroffen. Das ist allerdings schon einige Tage her.“ Sein Fünferpack in Darfeld, der zum 5:2-Sieg führte, ist also persönlicher Rekord in einem Meisterschaftsspiel.

Nach dem frühen 0:1-Rückstand durch Carsten Daldrup (2. Minute), der einen Schnitzer von Gäste-Keeper Johannes Kasnatscheew rigoros ausnutzte, kam der imposante Auftritt von Marius Borgert. In kurzer Zeit drehte er die Partie mit einem Hattrick (6., 13., und 23.) zum 3:1. Auch das 4:1 (39.) ging auf sein Konto. „Der Borgert hat von unseren Fehlern profitiert“, schimpfte Turo-Trainer Markus Lindner zu Recht, „wir haben ihn immer wieder in Szene gesetzt. Okay, das hat er auch toll gemacht.“

Die Darfelder nahmen dann einige Umstellungen vor und verkürzten gleich zu Beginn der zweiten Hälfte durch Marius Röttgering (51.) auf 2:4. Marius Borgert (54.) höchstselbst nahm ihnen alle Hoffnungen mit dem 5:2 pro Coesfeld.

Denis Koopmann vergaß bei allem Trubel um seinen Torminator auch seine Mitspieler nicht: „Sie haben ihm die Kugel wunderbar aufgelegt.“ Beispielhaft war die flotte Kombination vorm 3:0 über Kai Hemsing, der nach Balleroberung den Sprinter Malte Elkemann auf dem linken Flügel auf die Reise schickte. Seine Flanke drückte der mitgelaufene Borgert über die Linie. „Das war die passende Reaktion“, freute sich Koopmann und lobte vor allem seine TurboFlitzer auf den Außenbahnen, „mit ihrem Tempo waren sie von den gegnerischen Abwehrleuten kaum zu halten. Marius war der Nutznießer!“ Die Borgert-Festspiele, die bereits in der vergangenen Saison hohen Unterhaltungswert besaßen, finden nun in der Kreisliga A eine würdige Fortsetzung.

Markus Lindner trauerte derweil den vergebenen Möglichkeiten nach. „Wir haben viel versemmelt“, klagte er und schaute kurz darauf nach vorn: „Mund abputzen, weiter geht’s.“

7 Turo Darfeld - DJK Coesfeld-VBRS 2:5; Tore: 1:0 Carsten Daldrup (2.), 1:1, 1:2, 1:3, 1:4 Marius Borgert (6., 13., 23., 39.), 2:4 Marius Röttgering (51.), 2:5 Marius Borgert (54.)

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