Markus Lindner und Melanie Feldkamp haben die Spendierhosen an
Gratis-Schnitzel für die Sieger

Coesfeld / Darfeld. Der Abpfiff von Schiri Leonard Render war kaum verhallt, da dribbelte Melanie Feldkamp, ohne Ball und ohne Trikot, dafür mit Regenschirm, wieselflink durch die Zuschauerreihen. Noch bevor Markus Lindner in der Umkleidekabine verschwunden war, fing sie ihn ein und gratulierte zum feinen 3:0-Erfolg gegen den Spitzenreiter DJK Coesfeld-VBRS. „Glückwunsch, Schatzi“, sagte Feldkamp, Edelfan von Turo Darfeld, und drückte ihrem Herzbuben ein Bussi auf die Wange, „gut gemacht!“ Lindner platzte fast vor Stolz. „Ich bin in Vorleistung getreten und habe angekündigt, dass wir drei Punkte holen würden. Meine Jungs haben meine Wort hervorragend umgesetzt“, meinte er mit strahlender Miene, „und weil ich Versprechen, die ich gegeben habe, einhalte, bekommt jeder Spieler heute Abend ein Gratis-Schnitzel.“

Dienstag, 10.03.2020, 06:38 Uhr
Ein Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Türe jagt: Sebastian „Sebi“ Daldrup (links) und Niklas Weßeling (rechts), beide pitsche patsche nass, rangeln um den Ball. Fotos: uh Foto: az

Markus Feldkamp und seine Lebenspartnerin Melanie Feldkamp, Besitzerin des alt eingesessenen „Hotel-Restaurants Feldkamp“, dem bevorzugten Gasthaus von Turo Darfeld, hatten die Spendierhosen an. „Pfeffer- und Zigeunerschnitzel für alle“, kündigte der Trainer an. „Jeder soll satt werden“, betonte die Vereinswirtin.

Der Siegerschmaus mitten im Dorf rundete einen überaus gelungenen Sonntag ab. „90 Minuten lang haben wir die Partie kontrolliert“, stellte Markus Lindner fest, „schon vorher war klar, dass unser Gegner nicht viele Chancen zulassen würde.“ Mit gnadenloser Effizienz haben seine Offensivkräfte die wenigen Möglichkeiten ausgenutzt. Florian Feitscher, der Doppel-Torschütze, und Julius Fliß, der einen Elfer eiskalt verwandelte, führten ihr Team auf gewinnbringenden Kurs. „Coesfeld hat auf Fehler von uns gelauert“, so Lindner weiter, „doch wir haben kaum welche gemacht.“

Denis Koopmann monierte dass seine Kadetten „zu passiv“ gewesen seien. „Wir wussten, dass die Darfelder gut drauf sind“, erzählte er, „deshalb wollten wir ihnen nicht ins offene Messer rennen.“ Da die Gäste hinten gut verteidigt und im Mittelfeld sicher kombiniert hätten, wie Koopmann hervorhob, „konnten wir keine Ballverluste erzwingen“. Ihre Angriffsversuche waren zu statisch. „Unser Umschaltspiel kam nicht zustande.“ Marius Borgert, der Goalgetter, erhielt kaum gescheite Vorlagen – wenn doch, war das Bollwerk der Gäste, Johannes „Jojo“ Gövert und Bruder Felix Gövert, zur Stelle.

„Diese Niederlage, die zweifellos verdient war, aber zu hoch ausgefallen ist, soll uns nicht aufhalten“, schlug Koopmann gleich wieder optimistische Töne an.

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