Frauenfußball: Damen von SW Holtwick und SuS Legden künftig als SG vereint
Zusammenarbeit weiter ausgebaut

Holtwick. Nach so langer Zusammenarbeit lag die Lösung quasi auf der Hand. Zehn Jahre lang ziehen SW Holtwick und SuS Legden bereits im Juniorinnen-Bereich als JSG Legden/Holtwick an einem Strang. „Diese Gemeinschaft wird nun weiter ausgebaut“, verkündet Thomas Uppenkamp, Geschäftsführer von SW Holtwick. So wird ab der kommenden Saison auch bei den Damen-Mannschaften gemeinsame Sache gemacht – als SG Legden/Holtwick. „Beim SuS bekommen sie aufgrund vieler Abgänge keine Mannschaft mehr zusammen“, erklärt Uppenkamp die Hintergründe des Zusammenschlusses. Im vergangenen November kam die erste unverbindliche Anfrage bezüglich einer Ausweitung der bisherigen Zusammenarbeit. „Uns kommt das sehr entgegen. Wir hatten ohnehin überlegt, eine dritte Damen-Mannschaft ins Leben zu rufen“, sieht der SW-Geschäftsführer Vorteile auf beiden Seiten. Schließlich hätte sich die Frauenfußball-Abteilung in Legden andernfalls in Luft aufgelöst. „Dazu müssen sich unsere Spielerinnen aus der JSG nicht mehr für einen unserer Vereine entscheiden, wenn es in die Senioren geht“, merkt Uppenkamp an.

Donnerstag, 18.02.2021, 09:30 Uhr
Vor zwei Jahren feierten die Damen von SW Holtwick noch den Aufstieg in die Kreisliga A, auf den sie promt den Durchmarsch in die Bezirksliga folgen ließen. Ob die neue SG mit Legden im kommenden Jahr allerdings in der Bezirksklasse an den Start geht, ist noch unklar. In der derzeit ruhenden Saison kämpfen die Holtwickerinnen noch um den Klassenerhalt. Foto: Archiv

Interna wie die Frage, wer der neuen Sportgemeinschaft ab Sommer als Trainerin zur Seite steht, sind bereits geklärt. „Diesen Posten wird Christina Krause übernehmen“, verrät Uppenkamp. Aktuell ist diese für die Damen in Legden zuständig ist, die sie von der Kreisliga A bis hin in die Landesliga geführt hat. „Auf der Trainerposition unserer Damen hätten wir uns ohnehin neu aufgestellt“, schildert der Holtwicker. So werden die Schwarz-Weißen und Noch-Trainerin Martina Kneilmann in Zukunft getrennte Wege gehen. Gleich nach dem Aufstieg in die Kreisliga A unter Nicole Thomas 2018/19, ist den Holtwickerinnen mit Kneilmann in der vergangenen Spielzeit der Durchmarsch in die Bezirksliga gelungen. Für die kommenden Monate gilt es, sollte die Saison noch weitergeführt werden, um den Klassenerhalt zu kämpfen. „Hier entscheidet sich, wo wir im nächsten Jahr mit unserer SG beginnen werden“, weiß Uppenkamp. Mit Blick auf die SuS-Spielerinnen, die derzeit noch eine Klasse höher in der Landesliga spielen, sei der Start in der Bezirksliga wünschenswert. „Ziel soll es sein, sich nach und nach in der Bezirksklasse zu etablieren“, blickt der Geschäftsführer voraus.

Was diese Planungen angeht, hätte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) der SG beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Ursprünglich galt die Regelung, dass nach einem Zusammenschluss maximal in der A-Liga gespielt werden darf und drei Jahre lang kein Aufstieg möglich ist“, erläutert Uppenkamp. Eine Ausnahme, gerade im Hinblick auf die jahrelange Zusammenarbeit als JSG, sei abgelehnt worden. In diesem Fall hätte die Regel umdribbelt werden müssen. „Wir hätten unsere Damen weiterhin als Mannschaft von SW Holtwick spielen lassen. Die Legdener wären als Neuzugänge dazugekommen“, so Uppenkamp. Nun hat es allerdings eine Regeländerung gegeben. Wie es jetzt in der Verwaltungsanordnung des FLVW heißt, kann eine „JSG, die mindestens drei Jahre lang am Spielbetrieb teilgenommen hat, im Frauenbereich eine bestehende Frauenmannschaft unter Beibehaltung der Spielklasse (bis einschließlich Bezirksliga) in eine neue Frauen-SG umgewandelt werden“. Eine neue Regelung, die der Sportgemeinschaft gerade recht kommt. „Dafür muss aber erst der Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht werden“, warnt Uppenkamp. Es bleibt also noch abzuwarten, in welcher Klasse die erste Damen-Mannschaft der SG Legden/Holtwick künftig an den Start gehen wird.

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